Geheimdienst-Erklärung der israelischen Armee: 'In der Nacht vor dem Angriff gab es einige Anzeichen'

Der Sprecher der israelischen Armee, Daniel Hagari, erklärte, man habe in der Nacht vor den Angriffen aus dem blockierten Gazastreifen zwar geheimdienstliche Hinweise auf gewisse Vorbereitungen erhalten, jedoch habe es keine konkrete Warnung vor einem Angriff dieses Ausmaßes gegeben.

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Der Sprecher der israelischen Armee, Daniel Hagari, äußerte sich zu der Kritik an einer Sicherheitslücke bei den Angriffen, die palästinensische Gruppen am 7. Oktober aus Gaza gestartet hatten: "Es gab keine konkrete geheimdienstliche Warnung vor diesem Ereignis. Wir haben ein solches Ereignis nicht erfasst. In der Nacht zuvor gab es einige geheimdienstliche Anzeichen, aber nicht für einen solchen Schritt. Wir werden alles gründlich untersuchen."

Hagari gab an, dass sie die Häuser und Stützpunkte der Elite-Kommandoeinheiten der Izz ad-Din al-Qassam-Brigaden angegriffen hätten, die an den Überfällen aus dem Gazastreifen auf die umliegenden israelischen Siedlungen beteiligt waren.

INFORMATIONEN VON VERWUNDETEN WERDEN GESAMMELT

Hagari erklärte, dass sie von den verwundeten palästinensischen bewaffneten Kräften, die sich in ihrem Gewahrsam befinden, Informationen über "Tunnel, Abschussrampen, Sammelpunkte und militärische Stellungen" innerhalb von Gaza erhalten würden, und betonte, dass sie mit jedem, der an dem Angriff beteiligt war, abrechnen würden.

Der Sprecher teilte mit, dass die israelische Armee Vorbereitungen auf einen möglichen Angriff aus dem Norden treffe. Soldaten würden in der Umgebung der Siedlungsgebiete patrouillieren, Kontrollpunkte errichten, Fallen im Gelände vorbereiten und die Region mit weiteren Truppen verstärken.

FÜHRUNGSKRÄFTE IM VISIER

Unterdessen wurde in einer schriftlichen Erklärung der israelischen Armee mitgeteilt, dass bei Angriffen auf die Stadt Rafah im Gazastreifen in der Nacht der hochrangige Anführer der Marineeinheiten der Qassam-Brigaden, Mohammed Abu Shamla, getötet wurde. In der Erklärung wurde behauptet, dass in Shamlas Haus Munition gelagert worden sei, die für Seeangriffe verwendet werden sollte.

ISRAELISCH-PALÄSTINENSISCHER KONFLIKT

Der bewaffnete Arm der Hamas, die Izz ad-Din al-Qassam-Brigaden, hatte am Morgen des 7. Oktober einen umfassenden Angriff auf Israel unter dem Namen "Al-Aqsa-Flut" gestartet.

Während Tausende von Raketen aus Gaza in Richtung Israel abgefeuert wurden, stürmten bewaffnete palästinensische Gruppen den Grenzübergang Beit Hanun-Erez an der Grenze zwischen Gaza und Israel und übernahmen die Kontrolle darüber.

Die bewaffneten Gruppen drangen anschließend von dort in die Siedlungen innerhalb Israels ein, woraufhin die israelische Armee mit Dutzenden von Kampfflugzeugen einen Angriff auf den Gazastreifen startete.