Gemeinsame Erklärung der EU und 24 weiterer Länder zu Gaza
In einer gemeinsamen Erklärung machen die EU und 24 weitere Länder auf die humanitäre Krise im Gazastreifen aufmerksam und betonen: „Das menschliche Leid in Gaza hat ein unvorstellbares Ausmaß erreicht.“
İHA
Die EU und 24 weitere Länder haben eine gemeinsame Erklärung zur humanitären Krise im Gazastreifen veröffentlicht. Darin heißt es: „Das menschliche Leid in Gaza hat ein unvorstellbares Ausmaß erreicht. Eine Hungersnot spielt sich direkt vor unseren Augen ab. Es muss dringend gehandelt werden, um den Hunger zu stoppen und umzukehren. Der humanitäre Raum muss geschützt werden und Hilfe darf niemals politisiert werden.“
In der Erklärung wird Israel dazu aufgerufen, die Hindernisse für humanitäre Hilfe aufzuheben. Es wird darauf hingewiesen, dass wichtige internationale NGOs aufgrund neuer restriktiver Registrierungsanforderungen Israels möglicherweise bald gezwungen sein könnten, die besetzten palästinensischen Gebiete zu verlassen, was „die humanitäre Lage weiter verschlechtern würde. Wir fordern die israelische Regierung auf, alle Hilfslieferungen internationaler NGOs zuzulassen und die Hindernisse für die Arbeit grundlegender humanitärer Akteure zu beseitigen“, so die Erklärung.
Es wird betont, dass alle Grenzübergänge und Routen genutzt werden müssen, um den Hilfsfluss nach Gaza sicherzustellen. „In den Verteilungsgebieten darf keine tödliche Gewalt angewendet werden; Zivilisten, humanitäre Helfer und medizinisches Personal müssen geschützt werden“, heißt es weiter.
In der Erklärung wird den USA, Katar und Ägypten für ihre Bemühungen um einen Waffenstillstand gedankt. „Wir brauchen einen Waffenstillstand, der den Krieg beendet, die Freilassung der Geiseln und einen ungehinderten Zugang für Hilfsgüter auf dem Landweg nach Gaza“, wird betont.
Die gemeinsame Erklärung wurde von den Außenministern Australiens, Belgiens, Kanadas, der Republik Zypern, Dänemarks, Estlands, Finnlands, Frankreichs, Griechenlands, Islands, Irlands, Japans, Litauens, Luxemburgs, Maltas, der Niederlande, Norwegens, Portugals, der Slowakei, Sloweniens, Spaniens, Schwedens, der Schweiz und des Vereinigten Königreichs sowie von der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Kaja Kallas, der für das Mittelmeer zuständigen EU-Kommissarin Dubravka Suica und der für Krisenmanagement zuständigen EU-Kommissarin Hadja Lahbib unterzeichnet.