Georgien verschiebt EU-Beitrittsgespräche auf 2028

Der georgische Premierminister Irakli Kobachidse hat die Entscheidung bekannt gegeben, die EU-Beitrittsverhandlungen seines Landes bis 2028 auszusetzen. Kobachidse kritisierte, dass die EU den Prozess wie eine „Gnade“ darstelle, betonte seine Ablehnung gegenüber ausländischer Einmischung und erklärte, dass Georgien keine Finanzhilfen annehmen werde.

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Der georgische Premierminister Irakli Kobachidse hat angekündigt, dass Georgien die Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union bis 2028 aussetzen werde. 

In einer Erklärung in Tiflis betonte Kobachidse, dass Georgien den EU-Beitritt zu eigenen Bedingungen vollziehen wolle, und kritisierte, dass die EU den Prozess wie eine Art „Gnade“ darstelle. 

Kobachidse argumentierte, dass sich einige europäische Politiker in die inneren Angelegenheiten Georgiens einmischten und die Kritik am Gesetz zur „Transparenz ausländischer Einflussnahme“ als Druckmittel nutzten.

Georgien wird in diesem Prozess keine Finanzhilfen der EU annehmen.

Das Europäische Parlament hingegen verwies auf schwerwiegende Unregelmäßigkeiten bei den Parlamentswahlen vom 26. Oktober und forderte die Annullierung der Ergebnisse sowie die Durchführung von Neuwahlen.

Kobachidse wies die Vorwürfe der Opposition bezüglich Wahlbetrugs zurück und verteidigte den Prozess als fair.

Georgien hatte am 3. März 2022 den Antrag auf EU-Mitgliedschaft gestellt und erhielt im Dezember 2023 den Status eines EU-Beitrittskandidaten.