Gericht stoppt weiteres Dekret von Trump: Vollzug ausgesetzt
Eine weitere Maßnahme der Trump-Regierung, die Programme für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) beenden will, ist auf gerichtlichen Widerstand gestoßen. Ein US-Richter hat die vorläufige Aussetzung eines Dekrets angeordnet, das es dem Arbeitsministerium ermöglichte, DEI-Programme einer Finanzprüfung zu unterziehen.
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Das US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk von Illinois hat die Befugnis des Arbeitsministeriums, von Subunternehmern und geförderten Organisationen Berichte zu DEI-Programmen anzufordern, vorläufig ausgesetzt. Richter Matthew Kennelly traf diese Entscheidung auf Antrag der Nichtregierungsorganisation Chicago Women in Trades.
Die klagende NGO argumentierte, dass im Rahmen ihrer Verträge mit dem Arbeitsministerium zwar DEI-Berichte angefordert wurden, es jedoch aufgrund der Unklarheit von Trumps Dekret unmöglich sei, dieser Aufforderung nachzukommen. Kennelly betonte, dass die Regierung lediglich Informationen über rechtswidrige DEI-Programme verlange, ohne jedoch zu definieren, was dies genau bedeute, und setzte die Forderung des Ministeriums daher aus.
Das US-Justizministerium hat Ermittlungen gegen die Stanford University sowie die Standorte Berkeley, Los Angeles und Irvine der University of California eingeleitet, um zu prüfen, ob bei der Zulassung von Studierenden DEI-Kriterien angewendet werden. Justizministerin Pam Bondi erinnerte in einer schriftlichen Erklärung daran, dass der Oberste Gerichtshof im Juni 2023 die auf DEI basierenden Zulassungssysteme an Universitäten untersagt hatte.
Bondi erklärte: ''Jeder Student in den USA verdient es, nach seiner harten Arbeit, seiner Intelligenz und seinem Charakter beurteilt zu werden, nicht nach seiner Hautfarbe.'' Sie fügte hinzu, dass die Trump-Regierung entschlossen sei, rechtswidrige Diskriminierung zu beenden und das leistungsorientierte System in den USA wiederherzustellen.
Die DEI-Programme, die auf die Ziele Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion ausgerichtet sind, standen zuletzt wegen Vorwürfen ideologischer Bevormundung in der Kritik. Nach seinem Amtsantritt leitete Trump mit einem unterzeichneten Dekret den Prozess zur Abschaffung von DEI-Praktiken in Bundesbehörden ein. Bereits im Februar hatte der Richter am Bezirksgericht von Maryland, Adam Abelson, eine ähnliche einstweilige Verfügung erlassen.