Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe in Thailand verabschiedet: 'Der Beginn der Gleichberechtigung'

In Thailand wurde ein Gesetzentwurf verabschiedet, der die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert und gleichgeschlechtlichen Paaren gesetzliche Rechte einräumt.

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Das thailändische Parlament hat einen Gesetzentwurf gebilligt, der die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen ermöglicht. Sobald das Gesetz in Kraft tritt, wird der Weg für gleichgeschlechtliche Ehen in Thailand frei sein. Für die Umsetzung des Gesetzes stehen noch die Zustimmung des Senats sowie die Billigung durch König Vajiralongkorn aus.

Es ist geplant, dass der Gesetzentwurf bis Ende 2024 verabschiedet wird. Sollten der Senat und der König ihre Zustimmung geben, wird Thailand das einzige Land in Südostasien sein, das gleichgeschlechtliche Partnerschaften anerkennt.

Der Abgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Ehegleichheit im Unterhaus, Danuphorn Punnakanta, äußerte sich bei der Einbringung des Gesetzentwurfs im Parlament wie folgt: 

"Dies ist der Beginn der Gleichberechtigung. Es ist kein universelles Heilmittel für alle Probleme, aber es ist der erste Schritt in Richtung Gleichheit. Dieses Gesetz zielt darauf ab, dieser Gruppe (gemeint ist die LGBTQ-Gemeinschaft) ihre Rechte zurückzugeben, nicht ihnen Rechte zu gewähren."

Das neue Gesetz, das von 400 der 415 anwesenden Abgeordneten angenommen wurde, definiert die Ehe nicht mehr als Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau, sondern als Verbindung zwischen zwei Personen. Zudem erhalten LGBTQ+-Paare das Recht auf Steuervergünstigungen bei der Ehe, Erbrechte sowie den Anspruch auf die gegenseitige Mitversicherung.

Nach dem ursprünglichen Entwurf hätten verheiratete gleichgeschlechtliche Paare auch Kinder adoptieren können. Das Unterhaus lehnte jedoch den Vorschlag des Ausschusses ab, den Begriff 'Eltern' anstelle von 'Väter und Mütter' zu verwenden. In der vom Parlament verabschiedeten Fassung ist das Adoptionsrecht daher nicht enthalten.

In Thailand gibt es bereits Gesetze, die Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität und sexuellen Orientierung verbieten. Das südostasiatische Land gilt daher als eines der LGBTQ+-freundlichsten Länder der Region.