Gesetzentwurf zur Amtsenthebung Macrons wird in der französischen Nationalversammlung beraten

Das Büro der französischen Nationalversammlung hat beschlossen, dass der Gesetzentwurf zur Amtsenthebung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron von einem Ausschuss des Parlaments geprüft wird.

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Das Büro der französischen Nationalversammlung hat den Gesetzentwurf der Opposition zur Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Macron geprüft. Bei der Abstimmung im Büro der Nationalversammlung, in dem die Linke die Mehrheit stellt, wurde der Entwurf mit 12 zu 10 Stimmen zur Prüfung an den Rechtsausschuss des Parlaments überwiesen.

Sollte der Entwurf auch von diesem Ausschuss grünes Licht erhalten, wird er im Plenum der Nationalversammlung beraten. Wenn der Vorschlag dort die Zustimmung von zwei Dritteln der Abgeordneten findet, wird er an den Senat weitergeleitet. Sollten auch zwei Drittel der Senatoren dem Entwurf zur Amtsenthebung Macrons zustimmen, wäre eine abschließende Abstimmung beider Kammern des Parlaments erforderlich.

Sollten zwei Drittel der Parlamentsmitglieder in der finalen Abstimmung für den Vorschlag stimmen, würde der Entwurf zur Amtsenthebung Macrons als angenommen gelten.

Die Sozialistische Partei (PS) hatte bereits angekündigt, dass sie im Falle einer Beratung des Entwurfs im Plenum der Nationalversammlung gegen die Amtsenthebung von Emmanuel Macron stimmen werde.

WAHRSCHEINLICHKEIT EINER ABSETZUNG GILT ALS 'GERING'

Da die rechtsextreme Partei La France Insoumise (LFI), die den Vorschlag eingebracht hat, im Parlament nicht über eine eigene Mehrheit verfügt, gilt ein erfolgreicher Abschluss des Verfahrens zur Absetzung Macrons als wenig wahrscheinlich.

Darüber hinaus wird es als schwierig eingeschätzt, dass der Entwurf den Senat passiert, in dem die Mitte-Rechts-Partei Les Républicains (LR) die Mehrheit hält.

WAS WAR PASSIERT?

Bei den Parlamentswahlen in Frankreich am 30. Juni und 7. Juli hatte das linke Bündnis Neue Volksfront (NFP) die meisten Abgeordneten gestellt, jedoch konnte keine Partei oder Allianz die absolute Mehrheit von 289 Sitzen erreichen. Emmanuel Macron weigerte sich, den gemeinsamen Kandidaten des siegreichen Linksbündnisses zu ernennen, und berief am 5. September den Mitte-Rechts-Politiker Michel Barnier zum Premierminister.

Während das neue Legislativjahr in Frankreich voraussichtlich am 1. Oktober beginnt, wird erwartet, dass Barnier noch in dieser Woche die neue Regierung bildet.

Die oppositionelle linksextreme Partei LFI hatte angekündigt, am 1. Oktober einen Misstrauensantrag gegen die Regierung einzubringen. LFI hatte eine Unterschriftenkampagne zur Forderung nach der Amtsenthebung des französischen Präsidenten Macron unterstützt und am 31. August einen entsprechenden Gesetzentwurf im Parlament eingereicht.