Gletscher geschmolzen, Grenze zwischen zwei Ländern verschoben: Landkarte wird neu gezeichnet
Die Grenze zwischen Italien und der Schweiz wird aufgrund schmelzender Gletscher neu gezogen. Beide Länder haben sich darauf geeinigt, den Grenzverlauf unterhalb des Matterhorns anzupassen. Die Schweizer Regierung erklärte, dass das Schmelzen der Gletscher eine Neudefinition der nationalen Grenzen erforderlich mache.
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Die Grenze zwischen Italien und der Schweiz wird aufgrund schmelzender Gletscher neu gezogen. Beide Länder haben sich darauf geeinigt, den Grenzverlauf unterhalb des Matterhorns, einem der höchsten Gipfel der Alpen, anzupassen. Die Schweizer Regierung erklärte: "Das Schmelzen der Gletscher führt zur Veränderung natürlicher Gegebenheiten und definiert nationale Grenzen neu."
Die Schweiz, die die Regelung heute offiziell billigte, teilte mit, dass der Genehmigungsprozess in Italien noch andauere. Sobald beide Seiten den Unterzeichnungsprozess abgeschlossen haben, soll das Abkommen veröffentlicht und die Details der neuen Grenze bekannt gegeben werden.
ZWEITHÖCHSTER JÄHRLICHER RÜCKGANG VERZEICHNET
Europa ist der Kontinent, der sich weltweit am schnellsten erwärmt, und erlebt in Bezug auf die Auswirkungen auf seine Gletscher einen massiven Wandel. Die Gletscher in der Schweiz haben im vergangenen Jahr 4 Prozent ihres Volumens verloren; dies ist der zweithöchste jemals registrierte jährliche Rückgang.
Im Jahr 2022 hatte der Gletscherschwund im Land mit 6 Prozent den höchsten Stand erreicht. Zudem wurden im vergangenen Jahr in den schmelzenden Eismassen die Überreste eines deutschen Bergsteigers gefunden, der vor etwa 40 Jahren in der Nähe des Matterhorns verschollen war. Im Jahr 2022 kamen bei einem Gletschersturz in den italienischen Alpen 11 Menschen ums Leben.