Grenzübergang Rafah geöffnet: Särge in Hilfskonvoi geliefert

Am ägyptischen Grenzübergang Rafah wurde 20 Hilfslastwagen die Durchfahrt gestattet. Es wurde berichtet, dass sich im Hilfskonvoi neben Lebensmitteln auch Särge für die Krankenhäuser befanden.

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Während am Grenzübergang Rafah in Ägypten nur 20 der wartenden Hilfslastwagen die Durchfahrt gestattet wurde, erklärte die UN, dass für den Gazastreifen, in dem mehr als 2 Millionen Palästinenser leben, „täglich mindestens 100 Lastwagen durchfahren müssen“.

Wie aus einem Bericht von Hürriyet hervorgeht, hieß es in einer Erklärung des Medienbüros der Hamas: „Der Hilfskonvoi umfasst 20 Lastwagen mit Medikamenten, medizinischem Material und einer begrenzten Menge an Lebensmitteln (Konserven)“; zudem wurde betont, dass ein sicherer Korridor für humanitäre Hilfe in der Region geschaffen werden müsse. Daniel Hagari, einer der Sprecher der israelischen Armee, sagte hingegen: „Die humanitäre Lage in Gaza ist unter Kontrolle, die Hilfe wird nur in den Süden des Gazastreifens geliefert.“ Unter den Hilfsgütern im Konvoi befinden sich neben Lebensmitteln auch zahlreiche Särge, die an Krankenhäuser geliefert werden sollen.

„REGELMÄSSIGER HUMANITÄRER HILFSFLUSS“ ERFORDERLICH

Cindy McCain, Leiterin des UN-Welternährungsprogramms, wies darauf hin, dass vor dem Krieg täglich 400 Lastwagen den Grenzübergang Rafah passierten, und sagte: „Die Lage in Gaza ist katastrophal. Wir brauchen sehr, sehr, sehr viel mehr Lastwagen und einen kontinuierlichen Hilfsfluss.“ 

Juliette Touma vom UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) erklärte: „Die Lastwagen, die derzeit die Grenze passieren, sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Was die Zivilisten in Gaza brauchen, ist die Sicherstellung eines regelmäßigen humanitären Hilfsflusses.“ Laut Martin Griffiths, dem UN-Nothilfekoordinator, müssen täglich mindestens 100 Lastwagen mit Hilfsgütern in die Region gelangen. Derzeit warten an der ägyptischen Grenze 175 Lastwagen mit etwa 3.000 Tonnen Hilfsgütern.