Griechenland äußert sich zu 'gegenseitigem Verständnis' gegenüber der Türkei
Der griechische Außenminister Giorgos Gerapetritis bewertete die Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland in einem Interview mit To Vima im Rahmen des Delphi Economic Forum.
AA
Gerapetritis äußerte sich zu den bilateralen Beziehungen zur Türkei wie folgt: "Es ist wichtig, Besonnenheit und gegenseitiges Verständnis zu bewahren, da viele sehr unterschiedliche Themen aufeinandertreffen, die Spannungen erzeugen könnten. Unser Wunsch ist es, gemeinsame Bereiche zu finden, um voranzukommen."
Der griechische Außenminister Gerapetritis erklärte, dass der Annäherungsprozess in den bilateralen Beziehungen zur Türkei im Rahmen vertrauensbildender Maßnahmen, einer positiven Agenda und anderer Dialogkanäle reibungslos verlaufe, und betonte, dass diese Annäherung in den letzten zwei Jahren sehr produktive Ergebnisse geliefert habe.
"BEWAHRUNG DES GEGENSEITIGEN VERSTÄNDNISSES IST WICHTIG"
Gerapetritis sagte zu den bilateralen Beziehungen zur Türkei: "Es ist wichtig, Besonnenheit und gegenseitiges Verständnis zu bewahren, da viele sehr unterschiedliche Themen aufeinandertreffen, die Spannungen erzeugen könnten. Unser Wunsch ist es, gemeinsame Bereiche zu finden, um voranzukommen. Sie wissen, wir sind zur Geografie verdammt und bemühen uns seit zwei Jahren, die Geografie in eine Brücke zu verwandeln."
Gerapetritis zeigte sich erfreut und optimistisch hinsichtlich der Dynamik bei den Verhandlungen zur Zypernfrage und sagte: "Die internationale Konjunktur erfordert keine Trennungen, sondern Verbindungen."
Gerapetritis merkte an, dass es für das Treffen des Kooperationsrates auf hoher Ebene (YDİK), das dieses Jahr in der Türkei geplant ist, keine Verschiebung aufgrund von Problemen gebe und das entsprechende Datum gemäß den Zeitplänen von Präsident Recep Tayyip Erdoğan und dem griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis festgelegt werde.
"UNTERLIEGT KEINER GENEHMIGUNG"
Andererseits erklärte Gerapetritis bezüglich der geplanten Stromverbindung zwischen Griechenland und der griechisch-zypriotischen Verwaltung Südzyperns (GKRY), bei der es sich um ein teilweise von der Europäischen Union (EU) finanziertes Programm handele: "Der Wunsch Griechenlands und Zyperns ist es, dass die entsprechende Untersuchung normal fortgesetzt wird und die Stromkabel verlegt werden. Die Verlegung von Kabeln auf der Meeresoberfläche ist ohnehin durch das Völkerrecht garantiert und unterliegt keiner Genehmigung. Mein Gefühl und meine Erwartung sind, dass das Projekt normal weitergehen wird."
Gerapetritis wies darauf hin, dass Griechenland im Rahmen seiner Verpflichtungen gegenüber der EU auch eine maritime Raumplanung durchführen müsse, und erklärte, dass diese Arbeit in naher Zukunft erfolgen werde.