Griechischer Premierminister Mitsotakis fordert Israel zur 'Zwei-Staaten-Lösung' auf

Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis erklärte in seiner Rede vor der 80. Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN): „Ich appelliere an meine israelischen Freunde und sage ihnen, dass sie riskieren, ihre verbleibenden Verbündeten zu verlieren, wenn sie weiterhin auf einem Weg beharren, der die Möglichkeit einer Zwei-Staaten-Lösung zerstört.“

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Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis sprach vor der 80. UN-Generalversammlung. Mitsotakis erklärte, dass die Welt heute die höchste Anzahl an bewaffneten Konflikten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erlebe, und sagte: „Wenn wir nicht handeln, ist die Aussicht am Horizont noch düsterer. Eine Zukunft voller zunehmender Gewalt und tieferer Instabilität. Der Ort, der am dringendsten Handlungsbedarf erfordert, ist der Gazastreifen.“

Mitsotakis betonte: „Kein militärisches Ziel, egal wie wertvoll es sein mag, kann den Tod Tausender Kinder, die gewaltsame Vertreibung von mehr als einer Million Palästinensern innerhalb des Gazastreifens und das humanitäre Leid des palästinensischen Volkes rechtfertigen.“

„WIRD DEN INTERESSEN ISRAELS SCHADEN“

Mitsotakis stellte fest, dass Griechenland und Israel strategische Partner seien, dies sie jedoch nicht daran hindere, offen und aufrichtig miteinander zu sprechen. Er sagte: „Wenn weiterhin Schritte in diese Richtung unternommen werden, wird dies den Interessen Israels selbst schaden und zu einer Erosion der internationalen Unterstützung führen. Ich appelliere an meine israelischen Freunde und sage ihnen, dass sie riskieren, ihre verbleibenden Verbündeten zu verlieren, wenn sie weiterhin auf einem Weg beharren, der die Möglichkeit einer Zwei-Staaten-Lösung zerstört.“

„BIRGT DAS RISIKO, UNUMKEHRBARE ZUSTÄNDE ZU SCHAFFEN“

Mitsotakis betonte, dass Griechenland weiterhin für eine Zwei-Staaten-Lösung eintrete, die die Gründung eines souveränen, demokratischen und lebensfähigen palästinensischen Staates vorsieht. Er sagte: „Wir müssen jedoch klar und deutlich über einen Fahrplan verfügen, um dieses schwierige Ziel zu erreichen. Die Maßnahmen Israels im Westjordanland bergen das Risiko, vor Ort unumkehrbare Zustände zu schaffen. Was heute am dringendsten benötigt wird, ist das Stoppen des unnötigen Tötens von Menschen und die Gewährleistung einer großflächigen und nachhaltigen humanitären Hilfe für Gaza.“

BEDINGUNG FÜR EINEN WAFFENSTILLSTAND

Mitsotakis ging auch auf den Krieg in der Ukraine ein und sagte: „Wir stehen in ihrem Kampf bedingungslos und entschlossen an der Seite der Ukraine. Wir würdigen auch die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, Frieden zu erreichen. Ein echter Friedensprozess kann nicht ohne einen sofortigen Waffenstillstand beginnen. Es kann keine Friedensformel ohne die Ukraine am Verhandlungstisch geben. Unter keinen Umständen sind gewaltsam gezogene Grenzen akzeptabel.“