Großbritannien entzieht russischem Diplomaten und dessen Ehefrau die Akkreditierung

Als Vergeltung für die Ausweisung eines britischen Diplomaten und dessen Ehefrau aus Moskau hat Großbritannien die Akkreditierung eines russischen Diplomaten und dessen Ehefrau widerrufen.

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In einer Erklärung eines Sprechers des britischen Außenministeriums wurde mitgeteilt, dass Russland im vergangenen Jahr eine zunehmend aggressive und koordinierte Belästigungskampagne gegen britische Diplomaten geführt und "böswillige und völlig unbegründete" Anschuldigungen bezüglich der Arbeit der Diplomaten erhoben habe.

In der Erklärung, in der festgehalten wurde, dass die Ausweisung eines britischen Diplomaten und dessen Ehefrau durch Russland in dieser Woche die Spannungen erneut verschärft habe, wurde betont, dass die gegen diese Personen erhobenen Vorwürfe völlig unbegründet seien und erfunden wurden, um Russlands zunehmende Belästigungen gegenüber britischen Diplomaten zu rechtfertigen.

In der Erklärung hieß es: "Es ist offensichtlich, dass der russische Staat aktiv versucht, die britische Botschaft in Moskau zu schließen, und dabei die gefährlichen eskalierenden Auswirkungen nicht berücksichtigt."

Es wurde darauf hingewiesen, dass der russische Botschafter Andrei Kelin in das britische Außenministerium einbestellt wurde. Ein hochrangiger Beamter des Ministeriums habe Kelin gegenüber deutlich gemacht, dass Großbritannien die Einschüchterung von Botschaftspersonal und deren Familien nicht dulden werde.

AUFMERKSAMKEIT AUF RUSSLANDS SCHRITTE GELENKT

In der Erklärung wurde mitgeteilt, dass Großbritannien als Gegenmaßnahme die Akkreditierung eines russischen Diplomaten und dessen Ehefrau mit sofortiger Wirkung entzogen habe. Es hieß weiter: "Wir nehmen diese Entscheidung nicht auf die leichte Schulter, aber wir haben Russland gegenüber stets deutlich gemacht, dass wir auf eine Eskalation der Spannungen reagieren werden. Den Tiefen, in die Russland abgerutscht ist, kann nur mit Stärke begegnet werden."

Trotz der Spannungen mit Russland und der schwierigen bilateralen Beziehungen sei die britische Regierung der Ansicht, dass die Aufrechterhaltung diplomatischer Kommunikationskanäle und der entsprechenden diplomatischen Vertretungen wichtig sei. Es wurde betont, dass es "zutiefst enttäuschend" sei, dass dies durch Russlands Handlungen kontinuierlich erschwert werde.

In der Erklärung wurde zudem betont: "Wir haben einen Schlussstrich unter diesen Vorfall gezogen und fordern Russland auf, dasselbe zu tun. Jeder weitere Schritt Russlands wird als Eskalation gewertet und entsprechend beantwortet werden."

AKKREDITIERUNGEN VON ZWEI BRITISCHEN DIPLOMATEN WURDEN WIDERRUFEN

Das russische Außenministerium hatte am 10. März bekannt gegeben, dass die Akkreditierungen von zwei britischen Diplomaten wegen angeblicher Gesetzesverstöße aufgehoben wurden.

Darüber hinaus hatte Russland im vergangenen Jahr die Akkreditierung von sechs britischen Diplomaten wegen des Verdachts auf Spionage und der Gefährdung der nationalen Sicherheit entzogen.