Grund für die Krise zwischen Trump und Harvard enthüllt
Die Spannungen zwischen der Trump-Regierung und der Harvard University eskalierten nach palästinafreundlichen Protesten durch einen "nicht genehmigten" Brief weiter. Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Weißen Hauses und die Entscheidung, Bundesmittel einzufrieren, haben die Krise verschärft.
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Die Meinungsverschiedenheiten zwischen der Trump-Regierung und Harvard sollen durch einen "nicht genehmigten Brief" ausgelöst worden sein.
Nach Informationen US-amerikanischer Quellen entzündete sich die Spannung zwischen der Harvard University, die häufig im Zusammenhang mit Protesten zur Unterstützung Palästinas genannt wurde, und der Regierung unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump an einem Brief, der ohne vorherige Genehmigung an die Universität geschickt wurde.
Fünf US-Beamte, die gegenüber der New York Times sprachen und anonym bleiben wollten, erläuterten die Details dieser Spannungen.
Zwei mit der Angelegenheit vertraute Beamte gaben an, dass die unter der Schirmherrschaft des Weißen Hauses tätige Taskforce zur Bekämpfung von Antisemitismus am 11. April einen Brief "ohne Genehmigung" an die Universitätsleitung übermittelte. Dieser Brief sei einer der Hauptfaktoren für die entstandenen Spannungen gewesen.
Drei weitere Beamte erklärten, dass das besagte Schreiben, welches Forderungen der Bundesregierung nach einer "Reform der Universität" in Harvard enthielt, von Sean Keveney versandt wurde, der Mitglied der Taskforce ist und gleichzeitig als stellvertretender Chefjustiziar im US-Gesundheitsministerium fungiert.
Die Beamten betonten, dass es innerhalb des Weißen Hauses erhebliche Meinungsverschiedenheiten über den Versand des Briefes gegeben habe. Einigen Beamten zufolge wurde der Brief zu einem ungünstigen Zeitpunkt an die Universität übermittelt. Andere waren der Ansicht, dass der Brief überhaupt nicht an Harvard hätte geschickt werden dürfen, sondern lediglich unter den Mitgliedern der Taskforce hätte zirkulieren sollen.
Nach Informationen von zwei weiteren Personen, die mit den Entwicklungen vertraut sind, telefonierte Josh Gruenbaum, einer der drei Anwälte, die den Kontakt der Bundesregierung zu Harvard pflegen und gleichzeitig eine hochrangige Position bei der US-General Services Administration (GSA) innehat, nach Erhalt des Briefes durch die Universität mit Universitätsvertretern. In diesem Gespräch soll Gruenbaum gemeinsam mit Thomas Wheeler, dem stellvertretenden Chefjustiziar des Bildungsministeriums, erklärt haben, dass sie "niemandem die Erlaubnis zum Versand des Briefes erteilt hätten".
Nach diesen Erklärungen berief die Harvard-Leitung eine Dringlichkeitssitzung ein. Drei Personen, die über das Treffen informiert waren, gaben an, dass am Ende der Sitzung "viele Teilnehmer" glaubten, der Brief sei "irrtümlich" an die Universität übermittelt worden.
DIE SPANNUNGEN ZWISCHEN TRUMP UND HARVARD
Die Trump-Regierung hatte gedroht, die staatliche Förderung für Harvard und viele andere Universitäten auszusetzen, wobei sie sich auf palästinafreundliche Demonstrationen auf den Campusgeländen sowie auf die von den Universitäten praktizierten Richtlinien zu Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion berief.
Die Regierung hatte erklärt, eine umfassende Untersuchung eingeleitet zu haben, um festzustellen, "ob die über 8,7 Milliarden Dollar an Fördermitteln, die Harvard aus verschiedenen Quellen erhält, im Einklang mit den Bürgerrechtsgesetzen verwendet werden".
Die Harvard University wies diesen Vorstoß zurück und erklärte, dass sie Trumps Forderungen nach einer "Reform der Universität" nicht unterstütze. Professoren der Universität reichten Klage gegen die Untersuchung der 8,7 Milliarden Dollar an Bundesmitteln ein.
Die Trump-Regierung kündigte daraufhin an, dass die Finanzierung für Harvard in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar sowie Vertragszahlungen in Höhe von 60 Millionen Dollar ausgesetzt würden.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, begründete diese Sanktion gegen Harvard mit dem Argument, dass "Gesetze gegen Antisemitismus" durchgesetzt werden müssten.
Unterdessen gab auch die US-Steuerbehörde (IRS) öffentlich bekannt, dass die derzeitige Steuerbefreiung Harvards einer erneuten Prüfung unterzogen werde.