Gute Nachricht für Gefängnisse: Häftlinge werden vorzeitig entlassen

In England und Wales sollen rund 1750 Häftlinge vorzeitig entlassen werden, um die Überbelegung der Gefängnisse zu verringern.

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Die britische Regierung hat angekündigt, dass im Rahmen eines Plans zur Verringerung der Überbelegung in Gefängnissen rund 1750 Häftlinge vorzeitig entlassen werden sollen. Ausgenommen sind Straftäter, die wegen Sexualdelikten, schwerer Gewaltverbrechen, Terrorismus oder häuslicher Gewalt verurteilt wurden.

Damit werden Straftäter, die zu einer Freiheitsstrafe von weniger als 5 Jahren verurteilt wurden, bereits nach Verbüßung von 40 Prozent statt der Hälfte ihrer Strafe freigelassen.

WARNUNG VOR 'RISIKEN' BEI VORZEITIGER ENTLASSUNG

Charlie Taylor, der Chefinspektor der Gefängnisse für England und Wales, warnte in einer Stellungnahme gegenüber dem Sender Sky News, dass eine solche vorzeitige Entlassung von Straftätern "riskant" sei.

Taylor wies darauf hin, dass im nächsten Monat etwa 2000 weitere Personen entlassen werden sollen, und sagte: "Dies wird zwangsläufig einige Risiken für die lokalen Gemeinschaften mit sich bringen und den ohnehin schon angespannten Bewährungsdienst weiter unter Druck setzen."

HÖCHSTSTAND ALLER ZEITEN

Zuvor war die Behauptung aufgekommen, dass die britische Regierung aufgrund der kritischen Auslastung der Gefängnisse möglicherweise Haftplätze im baltischen Estland anmieten könnte.

Die Zahl der Häftlinge in England und Wales, die 1991 bei etwa 40.000 lag, erreichte in der vergangenen Woche mit 88.521 den höchsten Stand aller Zeiten. In den Männergefängnissen in England und Wales waren im vergangenen Monat nur noch 83 Plätze frei.