Häftlinge nach Angriff auf Kaserne geflohen

In Sierra Leone wurde ein Angriff auf eine Militärkaserne verübt. Während zu sehen war, wie zahlreiche Häftlinge zu Fuß aus dem Gefängnis flohen, wurde im ganzen Land eine Ausgangssperre verhängt.

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Im westafrikanischen Sierra Leone wurde eine landesweite Ausgangssperre verhängt, nachdem eine Gruppe bewaffneter Personen eine Militärkaserne angegriffen hatte. Nach dem Angriff auf die Wilberforce-Militärkaserne in Freetown wurde die Ausgangssperre erlassen, während gleichzeitig berichtet wurde, dass zahlreiche Häftlinge aus dem Gefängnis der Hauptstadt geflohen seien. 

Nachdem die bewaffnete Gruppe in das Pademba-Gefängnis in der Hauptstadt Freetown eingedrungen war, kamen die Häftlinge frei. Auf in den sozialen Medien verbreiteten Aufnahmen war zu sehen, wie eine große Anzahl von Häftlingen zu Fuß das Gefängnis verließ.

MAADA BIO: WIR WERDEN DEN FRIEDEN WEITERHIN SCHÜTZEN

 Präsident Julius Maada Bio, der sich zu dem Angriff auf die Wilberforce-Militärkaserne in Freetown äußerte, hatte die Bevölkerung dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Bio erklärte: „Der Frieden unseres geliebten Landes ist unbezahlbar. Wir werden den Frieden und die Sicherheit von Sierra Leone weiterhin gegen jene Kräfte schützen, die unsere Stabilität untergraben wollen.“

VERURTEILUNG DURCH ECOWAS

Unterdessen verurteilte die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) den Angriff auf die Kaserne in Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone. In einer schriftlichen Erklärung der ECOWAS hieß es, man habe von den schrecklichen Plänen der bewaffneten Personen erfahren, die darauf abzielten, den Frieden und die verfassungsmäßige Ordnung in Sierra Leone zu stören. In der Erklärung, in der der Angriff verurteilt wurde, wurde betont, dass alle Personen, die an dieser rechtswidrigen Tat beteiligt waren, festgenommen und vor Gericht gestellt werden müssten.

In der Erklärung wurde zudem bekräftigt, dass die ECOWAS keine verfassungswidrige Änderung der Regierung dulden werde. Es hieß weiter: „Die ECOWAS unterstreicht zudem ihre Entschlossenheit, die Regierung und das Volk von Sierra Leone dabei zu unterstützen, Demokratie und gute Regierungsführung zu vertiefen, Frieden und Sicherheit zu festigen sowie die sozioökonomische Entwicklung zu fördern.“ 

In Sierra Leone waren im August zahlreiche Personen, darunter hochrangige Militärangehörige, unter dem Vorwurf festgenommen worden, „den Frieden und die Ruhe des Landes untergraben“ zu wollen. Seit der Wiederwahl von Präsident Bio für eine zweite Amtszeit bei den Wahlen am 24. Juni herrscht im Land eine angespannte Lage. Bio hatte westliche Länder beschuldigt, Unruhen in Sierra Leone stiften zu wollen.