Haftstrafe für Priester wegen sexuellen Missbrauchs
Wie berichtet wurde, hat das Berufungsgericht im Vatikan das erstinstanzliche Freispruchsurteil gegen den wegen sexuellen Missbrauchs angeklagten Priester Gabriele Martinelli aufgehoben und ihn zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt.
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Dem offiziellen Nachrichtenportal des Vatikans, VaticanNews, zufolge hat das Berufungsgericht des Vatikans den Fall des Priesters Gabriele Martinelli, dem vorgeworfen wurde, in den Jahren 2008 bis 2009 in einer Schule der katholischen Kirche einen Minderjährigen sexuell missbraucht zu haben und der 2021 aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden war, auf Einspruch der Gegenseite neu verhandelt.
Das Berufungsgericht hob den Freispruch für Martinelli auf und befand den 31-jährigen Priester für schuldig.
SCHADENSERSATZFORDERUNG ABGELEHNT
Während Martinelli zu einer Haftstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten sowie einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt wurde, lehnte das Berufungsgericht die Schadensersatzforderung der Missbrauchsopferseite ab.
Es wurde zudem vermerkt, dass auch der Fall des weiteren Priesters Enrico Radice geprüft wurde, der in erster Instanz wegen Beihilfe angeklagt und freigesprochen worden war.
Andererseits berichtete die italienische Presse, dass auch die Staatsanwaltschaft von Rom ähnliche Vorwürfe gegen die beiden Priester erhoben habe.
Fälle von sexuellem Missbrauch innerhalb der Kirche bleiben weiterhin ein Thema, das der katholischen Kirche große Probleme bereitet.