Hamas: Israel verzögert Umsetzung des Protokolls für humanitäre Hilfe
Hamas-Sprecher Abdullatif al-Qanou erklärte in einer Stellungnahme: „Israel verzögert weiterhin die Umsetzung des Protokolls für humanitäre Hilfe in Bezug auf Unterkünfte, Zelte, Ausrüstung zur Trümmerbeseitigung, Treibstoff und Wiederaufbaubedarf.“
İHA
Das im Gazastreifen geltende Waffenstillstandsabkommen wird von Israel verletzt. Hamas-Sprecher Abdullatif al-Qanou betonte in einer Erklärung, dass die Gruppe entschlossen sei, das Waffenstillstandsabkommen im Interesse des palästinensischen Volkes umzusetzen, während Israel die Anwendung des Protokolls für humanitäre Hilfe bezüglich Unterkünften, Zelten, Ausrüstung zur Trümmerbeseitigung, Treibstoff und Wiederaufbaubedarf weiterhin hinauszögere. Al-Qanou sagte in seiner Erklärung: „Wir haben die Vermittler aufgefordert, ihre Bemühungen zu verdoppeln, Druck auf die Besatzungsmacht auszuüben und sie zur Umsetzung des Protokolls für humanitäre Hilfe zu zwingen.“
Al-Qanou betonte zudem, dass er alle Länder würdige, die die Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump zur Vertreibung der Palästinenser aus Gaza zurückgewiesen hätten, und fügte hinzu: „Die Haltung Palästinas gegen das Projekt von Trump und Netanjahu, unser Volk zu vertreiben, ist einheitlich. Sie wird durch arabische, islamische und internationale Positionen unterstützt.“
„STATT 50 NUR 15 TREIBSTOFFLASTWAGEN EINGETROFFEN“
Salameh Marouf, Leiter des Medienbüros der Hamas-Regierung in Gaza, erklärte, dass Israel seinen Verpflichtungen aus dem Abkommen nicht nachkomme. Er teilte mit, dass täglich nur 15 statt der vereinbarten 50 Treibstofflastwagen in den Gazastreifen gelangt seien. Marouf wies darauf hin, dass etwa 200.000 Zelte und 60.000 mobile Unterkünfte für die durch israelische Angriffe vertriebenen Bewohner Gazas benötigt würden und die Anzahl der in die Region gelangten Hilfsgüter völlig unzureichend sei. Er fügte hinzu, dass in den drei Wochen seit Inkrafttreten des Waffenstillstands nur 8.500 Hilfslastwagen Gaza erreicht hätten.
Die für die Koordinierung der Regierungsaktivitäten in den palästinensischen Gebieten zuständige israelische Behörde (COGAT) hatte behauptet, dass seit Inkrafttreten des Abkommens 12.600 Lastwagen in die Region gelangt seien. Die Vereinten Nationen (UN) erklärten hingegen Anfang dieser Woche, dass diese Zahl „über 10.000“ liege, was etwa 550 Lastwagen pro Tag entspreche.