Hamas sendet 'Palästina'-Botschaft an den Westen
Osama Hamdan, ein hochrangiger Hamas-Funktionär, erklärte, dass die künftige Verwaltung des Gazastreifens nach dem Krieg eine Angelegenheit sei, die ausschließlich die Palästinenser betreffe, und dass sich niemand in diesen Entscheidungsprozess einmischen dürfe.
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Hamdan, ein hochrangiger Hamas-Funktionär, hielt eine Pressekonferenz in der libanesischen Hauptstadt Beirut ab.
ANSAGE AN ISRAEL
Hamdan betonte, dass sie gegen die Pläne Israels zur Vertreibung der Bevölkerung aus dem Gazastreifen seien und diese Pläne bereits zuvor vereitelt hätten. Er erklärte, dass Israel zwar weiterhin versuche, dies durch das Töten von Menschen sowie durch das Vorenthalten von Nahrung und Wasser zu erreichen, jedoch erneut scheitern werde.
Hamdan sagte, dass die Al-Qassam-Brigaden, der militärische Flügel der Hamas, versprochen hätten, den Gazastreifen für israelische Soldaten zum Grab zu machen, und dieses Versprechen einlösten. Er berichtete, dass israelische Soldaten als Tote, Verletzte, Behinderte oder psychisch Kranke in ihr Land zurückkehrten. Hamdan wies darauf hin, dass Israel keines seiner für den Krieg gesetzten Ziele erreicht habe, und bekräftigte, dass es keine Verhandlungen über einen Gefangenenaustausch geben werde, bevor der Krieg nicht beendet sei und die Bedingungen der Widerstandskräfte nicht akzeptiert würden.
"EINE ANGELEGENHEIT, ÜBER DIE DAS PALÄSTINENSERVOLK ENTSCHEIDEN WIRD"
Bezüglich der Übergangszeit und der Verwaltung im Gazastreifen nach dem Krieg sagte Hamdan: "Dies ist eine Angelegenheit, über die ausschließlich das palästinensische Volk entscheiden wird. Die Hamas wird nicht zulassen, dass sich irgendjemand einmischt oder in dieser Frage etwas aufzwingt."
In Bezug auf die US-Regierung, die die israelische Armee dazu ermutigt, zivile Opfer zu reduzieren, sagte Hamdan: "Wäre die Regierung in Washington in dieser Frage ehrlich, würde sie die Militärlieferungen an die Regierung in Tel Aviv stoppen."
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hatte zuvor mehrfach erklärt, dass das Ziel des Krieges die Vernichtung der Hamas sei und dass er sich gegen eine "palästinensische Verwaltung" im Gazastreifen nach dem Krieg ausspreche.
Netanjahu und die US-Regierung sind in dieser Frage unterschiedlicher Auffassung, da die USA fordern, dass Palästinenser an der neuen Regierung beteiligt sein sollten, die nach dem Krieg im Gazastreifen gebildet wird.