Handel zwischen der Türkei und Syrien in der Krise: Exporte kommen zum Erliegen
Syrien hat die Zölle auf Importe aus der Türkei um 300 bis 500 Prozent erhöht, was den Handel nahezu zum Stillstand gebracht hat. Exporteure fordern ein Eingreifen der Regierung, um eine Lösung zu finden.
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Der Vorsitzende des türkisch-syrischen Wirtschaftsrates des Ausschusses für Außenwirtschaftsbeziehungen (DEİK), İbrahim Fuat Özçörekçi, erklärte gestern, dass Anstrengungen unternommen würden, um das Handelsvolumen zwischen der Türkei und Syrien kurz- bis mittelfristig auf 10 Milliarden Dollar zu steigern. Die neue Übergangsregierung in Syrien hat jedoch heute beschlossen, die Zölle auf Importe aus der Türkei um 300 bis 500 Prozent zu erhöhen.
Diese Situation hat den Handel zwischen den beiden Ländern fast vollständig zum Erliegen gebracht und viele Sektoren vor große Herausforderungen gestellt. Unternehmen, die Waren aus der Türkei nach Syrien exportieren, warten auf ein Eingreifen der Regierung, um das Problem zu lösen.
NEUE REGIERUNG FÜHRT ZU HANDELSSCHWIERIGKEITEN
Die neue Regierung, die nach dem Sturz des Regimes von Baschar al-Assad im Dezember 2024 gebildet wurde, hat die Zölle auf Produkte aus der Türkei drastisch erhöht. Diese Entscheidung hat auch an den Grenzübergängen im Norden Syriens zu erheblichen Problemen geführt. Berichten zufolge sind die Exporte, insbesondere in Sektoren wie Getreide, Hülsenfrüchte und Lebensmittel, nahezu zum Stillstand gekommen.
REGIERUNGSEINGREIFEN ERWARTET
Celal Kadooğlu, Vorsitzender des Verbandes der Exporteure von Getreide, Hülsenfrüchten, Ölsaaten und deren Erzeugnissen in Südostanatolien, erklärte, dass dieser Anstieg die türkischen Exporte nach Syrien weitgehend zum Erliegen gebracht habe. Kadooğlu betonte, dass diplomatische und handelspolitische Maßnahmen unverzüglich ergriffen werden müssten.
WIRTSCHAFTLICHE AUSWIRKUNGEN IN SYRIEN UND INFLATIONSRISIKO
Lebensmittelprodukte und andere Sektoren, die den Großteil der türkischen Exporte nach Syrien ausmachen, laufen Gefahr, aufgrund dieser hohen Zölle schwere Verluste zu erleiden. Kadooğlu gab an, dass sie in ständigem Kontakt mit den zuständigen Ministerien stünden, um dieses Problem zu lösen, und betonte, dass die Entscheidungen der neuen syrischen Führung negative Auswirkungen auf die syrische Bevölkerung haben könnten.
LKW-STAU AN DER GRENZE
Exporteure erklärten, dass die hohen Zölle die Kosten in die Höhe treiben und den Grenzübertritt ihrer Waren erschweren. Kadooğlu teilte mit, dass die Exporte nach Syrien im Jahr 2024 durchschnittlich bei etwa 30 Millionen Dollar lagen, diese Zahl jedoch derzeit auf Null gesunken sei. Die LKW-Schlangen an der Grenze verdeutlichen die Situation zusätzlich.