Harter Schlag gegen Airbnb: 65.000 Anzeigen werden entfernt!
Spanien ergreift drastische Maßnahmen gegen die Wohnungskrise und lässt Tausende Airbnb-Anzeigen löschen, die nicht den Vorschriften für Kurzzeitvermietungen entsprechen.
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Die spanische Regierung hat ein umfassendes Prüfverfahren gegen die Kurzzeitvermietungsplattform Airbnb eingeleitet. Das Verbraucherschutzministerium hat beschlossen, landesweit 65.935 Anzeigen zu entfernen, die nicht den geltenden Regeln entsprechen. Bei diesen Inseraten wurden Verstöße wie fehlende Lizenznummern, die Nichtangabe des Status des Vermieters sowie Unstimmigkeiten zwischen den Anzeigen und den offiziellen Registern festgestellt. Dieser Schritt erfolgt nach wachsendem gesellschaftlichem Druck angesichts der zunehmenden Wohnungskrise und steigender Mietpreise, insbesondere in den Großstädten.
Barcelona hat in dieser Hinsicht eine der bemerkenswertesten Maßnahmen ergriffen und angekündigt, dass bis zum Jahr 2028 die 10.000 Lizenzen für Kurzzeitvermietungen in der Stadt vollständig gestrichen werden und diese Wohnungen dauerhaft ansässigen Bewohnern zur Verfügung gestellt werden sollen.
Verbraucherschutzminister Pablo Bustinduy erklärte in einer Stellungnahme, dass dieser Schritt darauf abziele, gegen "unkontrollierte Zustände" und "Rechtswidrigkeit" vorzugehen. Bustinduy betonte: "Es gibt keine Ausreden mehr. Es muss Schluss damit sein, diejenigen zu schützen, die das Recht auf Wohnraum in unserem Land in ein reines Handelsgeschäft verwandeln."
Das Ministerium gab bekannt, dass in einer ersten Phase 5.800 Anzeigen sofort entfernt wurden und mit zwei neuen Anordnungen insgesamt 65.935 Inserate gelöscht werden sollen. Es wurde darauf hingewiesen, dass diese Maßnahme insbesondere touristische Regionen wie Madrid, Andalusien und Katalonien betrifft.
Airbnb widersetzt sich diesen Entscheidungen. Das Unternehmen gab an, zuvor zwar gewarnt worden zu sein, jedoch gerichtlich gegen diese Entscheidung vorgegangen zu sein. Der Oberste Gerichtshof von Madrid bestätigte jedoch die Entscheidung der Regierung. Ein Sprecher von Airbnb argumentierte, dass keine Beweise für Regelverstöße durch die Vermieter vorgelegt worden seien, und behauptete, die Entscheidung verstoße sowohl gegen EU-Recht als auch gegen spanische Gesetze. Das Unternehmen erklärte, die Hauptursache der Wohnungskrise in Spanien sei ein Mangel an Angebot und sagte: "Die Lösung ist der Bau von mehr Wohnraum. Alles andere ist reine Ablenkung." Zudem betonte das Unternehmen, dass solche Maßnahmen lokale Familien benachteiligen, die ihren Lebensunterhalt durch die Vermietung von Wohnraum bestreiten.