Haushaltskrise in Frankreich: Premierminister zurückgetreten

Die Meinungsverschiedenheiten bei den Haushaltsverhandlungen in Frankreich haben zum Rücktritt von Premierminister Sebastien Lecornu geführt.

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Die Instabilität der französischen Regierung hat sich durch die Differenzen bei den Haushaltsverhandlungen weiter verschärft. Die Mitte-rechts-Regierung unter Michel Barnier war im Dezember 2024 nach einem von der Opposition eingebrachten Misstrauensvotum gestürzt, da bei den Haushaltsberatungen für 2025 kein Konsens erzielt werden konnte. Nach dieser Entwicklung hatte Präsident Emmanuel Macron François Bayrou zum Premierminister ernannt. Doch auch die Regierung Bayrou erhielt kein Vertrauensvotum und stürzte am 8. September.

Sebastien Lecornu, der am 9. September nach François Bayrou das Amt des Premierministers übernommen hatte, bildete die neue Regierung. Doch seit gestern ist auch Lecornu von seinem Amt zurückgetreten. In Lecornus Kabinett fungierten Roland Lescure als Wirtschafts- und Finanzminister, Eric Woerth als Wohnungsbauminister und Naima Moutchou als Ministerin für Transformation, öffentlichen Dienst, künstliche Intelligenz und digitale Angelegenheiten.

Die steigende Staatsverschuldung in Frankreich und die Unstimmigkeiten bei den Haushaltsverhandlungen gehören zu den Hauptfaktoren, die die Stabilität der Regierung bedrohen. Der von Bayrou vorgeschlagene und in der Öffentlichkeit umstrittene Haushalt für 2026 zielte darauf ab, durch die Streichung einiger gesetzlicher Feiertage 43 Milliarden Euro einzusparen. Dieser Plan führte jedoch dazu, dass die Regierung kein Vertrauensvotum erhielt.

Der Rücktritt von Lecornu verschärft die politische Unsicherheit in Frankreich weiter, während die Frage, wie eine neue Regierung geformt werden soll, für Spekulationen sorgt.