Historische Handelsöffnung Chinas gegenüber Afrika: Ära der Zollfreiheit hat begonnen
Ein neues Kapitel im Handel zwischen Afrika und China beginnt: China hat die Zölle auf Importe aus 53 afrikanischen Ländern abgeschafft.
12punto
Die neue Handelspolitik, die China ab dem 1. Mai umgesetzt hat, markiert einen bemerkenswerten Wandel in den Wirtschaftsbeziehungen zum afrikanischen Kontinent. Für bestimmte Warenlieferungen aus 53 afrikanischen Ländern nach China wurden die Zölle nun aufgehoben. Dieses neue System wurde erstmals praktisch angewandt, als 24 Tonnen frische Äpfel aus Südafrika problemlos und zollfrei im Hafen von Shenzhen eintrafen.
Die Regelung, die zuvor Ende 2024 für 33 Länder gelten sollte, wurde nun um 20 weitere Staaten erweitert und umfasst damit fast alle Länder des Kontinents.
Diese Entscheidung Chinas vergrößert nicht nur den wirtschaftlichen Einfluss auf dem Kontinent, sondern soll es den afrikanischen Ländern auch ermöglichen, auf dem chinesischen Markt mehr Mitspracherecht zu erhalten. Es gibt jedoch ein Land, das nicht von der Regelung profitieren kann: Eswatini. Als Grund für den Ausschluss wird angeführt, dass die Regierung in Eswatini weiterhin Taiwan anerkennt, was der „Ein-China“-Politik Pekings widerspricht.
Chinesische Behörden erklärten, dass das zollfreie Importsystem an bestimmte Regeln gebunden ist. Die Zollfreiheit gilt nur unter der Bedingung, dass bestimmte Quoten für jedes Land und jede Produktgruppe nicht überschritten werden. Bei einer Überschreitung der Quoten werden die Standardsteuersätze wieder angewendet.
Andererseits betont die chinesische Führung, dass dieser Schritt nur ein Anfang sei und man für umfassendere wirtschaftliche Kooperationen mit afrikanischen Ländern offen sei. Es wird erwartet, dass dieser Schritt auch die Industrialisierung und das Wirtschaftswachstum in der afrikanischen Region beschleunigen wird.
Während der afrikanische Markt für China eine immer strategischere Bedeutung gewinnt, wird das neue zollfreie Regime bis zum 30. April 2028 in Kraft bleiben. Experten schätzen, dass die Maßnahme das Exportpotenzial Afrikas steigern und gleichzeitig den politischen und wirtschaftlichen Einfluss Chinas auf dem Kontinent stärken wird.