Huthi-Rebellen: US- und britische Streitkräfte führen Luftangriffe auf Hudaida durch

Die Huthi-Rebellen im Jemen gaben bekannt, dass die US-amerikanischen und britischen Luftstreitkräfte fünf Luftangriffe auf die Küstenstadt Hudaida verübt haben.

AA

Dem Bericht des Huthi-nahen Fernsehsenders al-Masirah zufolge haben US- und britische Streitkräfte die Region Ra's Isa im Distrikt as-Salif in Hudaida angegriffen.

In dem Bericht wurde zudem mitgeteilt, dass zwei Luftangriffe auf die Region al-Kasib verübt wurden und auch die Region Cah im Distrikt Bait al-Faqih sowie die Region at-Taif im Distrikt ad-Duraihimi ins Visier genommen wurden. Angaben zu möglichen Opfern oder Verletzten durch die Angriffe wurden nicht gemacht.

Vonseiten der USA und Großbritanniens liegt bisher keine Stellungnahme zu dem Vorfall vor.

DIE LAGE IM ROTEN MEER

Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen begannen am 31. Oktober 2023 damit, vor der jemenitischen Küste Handelsschiffe zu kapern, die ihrer Aussage nach mit israelischen Unternehmen in Verbindung stehen, oder diese mit Drohnen und Raketen anzugreifen, als Reaktion auf die israelischen Militäroperationen im Gazastreifen.

Die US-Streitkräfte gaben in diesem Zeitraum mehrfach bekannt, aus dem Jemen abgefeuerte Raketen und Kamikaze-Drohnen abgeschossen zu haben.

Infolge der Aktionen der Huthi-Rebellen haben zahlreiche Reedereien beschlossen, ihre Fahrten durch das Rote Meer einzustellen.

Die USA kündigten am 18. Dezember 2023 die Bildung einer multinationalen „Seestreitkraft“ unter dem Namen „Operation Prosperity Guardian“ an, an der sich eine Gruppe von Ländern beteiligt, mit der Begründung, dass die Sicherheit des globalen Seehandels gefährdet sei.

Am 31. Dezember 2023 wurden drei Schnellboote der Huthi-Rebellen, die versuchten, ein mit Israel in Verbindung stehendes Schiff im Roten Meer zu entern, von US-Hubschraubern unter Beschuss genommen.

Die Huthi-Rebellen gaben am 10. Januar bekannt, dass ein US-Schiff im Roten Meer mit Raketen und Kamikaze-Drohnen angegriffen wurde, da es Israel unterstütze.

Der UN-Sicherheitsrat verabschiedete am 11. Januar eine von den USA und Japan eingebrachte Resolution, in der ein sofortiges Ende der Angriffe der Huthi-Rebellen im Roten Meer gefordert wird.

Etwa 12 Prozent des Welthandels werden über den Suezkanal abgewickelt, der das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet und die kürzeste Route zwischen Europa und Asien darstellt.