Huthis im Jemen: USA und Großbritannien greifen 5 Städte an

In einer Erklärung auf dem X-Account des Huthi-nahen Fernsehsenders Al-Masirah wurde mitgeteilt, dass die USA und Großbritannien neben Sanaa auch die Städte Dhamar, Hajjah und Al-Bayda ins Visier genommen haben.

AA

Auf der den Huthis nahestehenden Nachrichtenseite "Ansarullah" wurde berichtet, dass die USA und Großbritannien 11 Luftangriffe auf die Gebiete Hayfan und Al-Barah in der Stadt Taiz durchgeführt hätten.

In dem Bericht wurde vermerkt, dass sich die Angriffe in Sanaa auf die Gebiete An-Nahdain und Attan konzentrierten.

Während zu den Folgen der Angriffe keine Informationen vorliegen, haben sich die USA und Großbritannien bisher nicht zu dem Thema geäußert.

Die Huthis hatten zuvor bereits gemeldet, dass die USA und Großbritannien Angriffe auf die Orte Al-Luhayya und Ad-Durayhimi in der Provinz Hodeida durchgeführt hätten.

Andererseits gab das US-Zentralkommando (CENTCOM) bekannt, dass 6 Anti-Schiffs-Raketen der Huthis zerstört wurden, die im Jemen für den Abschuss auf das Rote Meer vorbereitet worden waren.

In einer schriftlichen Erklärung auf dem X-Account von CENTCOM wurde angegeben, dass ein Angriff zur Selbstverteidigung gegen 6 Anti-Schiffs-Raketen der Huthis durchgeführt wurde, die für einen Angriff auf Schiffe im Roten Meer bereitstanden.

Es wurde festgehalten, dass der Angriff zum Schutz der Freiheit der Schifffahrt und zur Erhöhung der Sicherheit in internationalen Gewässern erfolgte.

DIE AKTUELLE LAGE IM ROTEN MEER

Die vom Iran unterstützten Huthis im Jemen begannen am 31. Oktober 2023 als Reaktion auf die Angriffe Israels im Gazastreifen damit, Handelsschiffe, die sie als mit israelischen Unternehmen verbunden bezeichneten, vor der jemenitischen Küste zu kapern sowie einige davon mit Drohnen und Raketen anzugreifen.

US-Streitkräfte gaben in diesem Zeitraum mehrfach bekannt, dass sie aus dem Jemen abgefeuerte Raketen und Kamikaze-Drohnen abgeschossen hätten.

Nach den Aktionen der Huthis beschlossen zahlreiche Reedereien, ihre Fahrten durch das Rote Meer einzustellen.

Die USA gaben am 18. Dezember 2023 mit der Begründung, dass die Sicherheit des globalen Seehandels gefährdet sei, die Bildung einer multinationalen "Seestreitkraft" unter dem Namen "Operation Prosperity Guardian" mit Beteiligung einer Gruppe von Ländern gegen die Huthi-Kräfte bekannt.

Am 31. Dezember 2023 wurden 3 Schnellboote der Huthis, die versuchten, ein mit Israel in Verbindung stehendes Schiff im Roten Meer zu kapern, von US-Hubschraubern unter Beschuss genommen.

Die Huthis gaben am 10. Januar bekannt, dass ein US-Schiff im Roten Meer mit Raketen und Kamikaze-Drohnen angegriffen wurde, da es Israel unterstütze.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verabschiedete am 11. Januar eine von den USA und Japan eingebrachte Resolution, in der ein sofortiges Ende der Angriffe der Huthis im Roten Meer gefordert wird.

Etwa 12 Prozent des Welthandels werden über den Suezkanal abgewickelt, der das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet und die kürzeste Route zwischen Europa und Asien darstellt.