Huthis im Jemen: „Wir sind weiterhin für den Frieden“
Die vom Iran unterstützten Huthis im Jemen erklärten, dass sie weiterhin für den Frieden seien und hofften, dass die USA ihre Haltung gegenüber dem jemenitischen und dem palästinensischen Volk ändern würden.
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Der stellvertretende Außenminister der Huthis, Hussein al-Ezzi, äußerte sich dazu auf seinem X-Social-Media-Account.
BETONUNG AUF 'FRIEDEN'
Al-Ezzi betonte, dass sie für den Frieden seien und eine möglichst geringe Eskalation wünschten. Er fügte hinzu, dass sie auch eine Änderung der US-Position gegenüber dem Jemen und Palästina begrüßen würden.
Andererseits erklärte Al-Ezzi, dass die den Huthis unterstellten Streitkräfte in der Lage seien, Schiffe auf der Route von der jemenitischen Küste bis zum Roten Meer, dem Arabischen Meer und dem Mittelmeer zu versenken, diesen Schritt jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben hätten.
Von den USA gab es bisher keine Reaktion auf die Aussagen des Huthi-Vertreters. Die Huthis hatten am 26. Januar bekannt gegeben, dass sie einen britischen Öltanker im Golf von Aden angegriffen hätten. In einer heutigen Erklärung wurde zudem mitgeteilt, dass die USA und Großbritannien zwei Luftangriffe auf die Stadt Hodeida im Westen des Landes durchgeführt hätten.
DIE AKTUELLE LAGE IM ROTEN MEER
Die vom Iran unterstützten Huthis im Jemen begannen am 31. Oktober 2023 damit, Handelsschiffe, die ihrer Aussage nach mit israelischen Unternehmen in Verbindung stehen, vor der Küste des Jemen zu kapern oder sie mit Drohnen und Raketen anzugreifen, als Reaktion auf die israelischen Angriffe im Gazastreifen.
Die US-Streitkräfte gaben in diesem Zeitraum mehrfach bekannt, dass sie aus dem Jemen abgefeuerte Raketen und Kamikaze-Drohnen abgeschossen hätten.
Nach den Aktionen der Huthis beschlossen zahlreiche Reedereien, ihre Fahrten durch das Rote Meer einzustellen.
Die USA kündigten am 18. Dezember 2023 die Bildung einer multinationalen „maritimen Task Force“ unter dem Namen „Operation Prosperity Guardian“ gegen die Huthi-Kräfte an, mit der Begründung, dass die Sicherheit des globalen Seehandels gefährdet sei.
Am 31. Dezember 2023 wurden drei Schnellboote der Huthis, die versuchten, ein mit Israel in Verbindung stehendes Schiff im Roten Meer zu kapern, von US-Hubschraubern unter Beschuss genommen.
Die Huthis gaben am 10. Januar bekannt, dass ein US-Schiff im Roten Meer mit Raketen und Kamikaze-Drohnen angegriffen wurde, da es Israel unterstütze.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verabschiedete am 11. Januar eine von den USA und Japan eingebrachte Resolution, in der ein sofortiges Ende der Angriffe der Huthis im Roten Meer gefordert wird.
Etwa 12 Prozent des Welthandels werden über den Suezkanal abgewickelt, der das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet und die kürzeste Route zwischen Europa und Asien darstellt.