Ihm drohte die Todesstrafe: Entscheidung im Fall der Symbolfigur der Proteste im Iran!

Der 26-jährige Erfan Soltani, der bei den regierungsfeindlichen Demonstrationen im vergangenen Monat im Iran festgenommen wurde, ist nach wachsendem internationalen Druck gegen Kaution freigekommen.

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Erfan Soltani, der im vergangenen Monat bei einer Razzia in seinem Haus in der iranischen Stadt Fardis festgenommen wurde und dem die Todesstrafe drohte, hatte im In- und Ausland für großes Aufsehen gesorgt. Zu den Vorwürfen gegen Soltani zählten „die Gefährdung der inneren Sicherheit des Landes und die Vorbereitung einer Verschwörung“. Während seiner gesamten Haftzeit war Soltani mit der Drohung der Hinrichtung konfrontiert, wurde nun jedoch nach zunehmenden internationalen Reaktionen freigelassen.

Das US-Außenministerium und Soltanis Familie hatten die Behauptungen öffentlich gemacht, dass die iranischen Behörden ein Todesurteil gefällt hätten. Iranische Justizbeamte bezeichneten diese Berichte jedoch als „haltlos“. US-Präsident Donald Trump kritisierte die iranische Führung scharf und warnte: „Wenn Demonstranten hingerichtet werden, wird das schwerwiegende Folgen haben.“ Trump erklärte zudem, ihm sei garantiert worden, dass die Hinrichtung Soltanis aufgeschoben werde.

Die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Hengaw gab bekannt, dass Soltani gegen Kaution freigelassen wurde, was auch vom offiziellen iranischen Sender Press TV bestätigt wurde. Soltanis Familie erklärte, dass diese Freilassung Hoffnung für andere Gefangene schaffe, die aufgrund der Demonstrationen ebenfalls unter Todesdrohungen stünden.

Nach den Ende Dezember begonnenen großflächigen Protesten gingen die iranischen Sicherheitsbehörden hart gegen die Demonstranten vor. Wie CNN berichtete, kamen bisher mehr als 6.000 Demonstranten ums Leben, und über tausend Menschen wurden festgenommen. Die zeitweiligen Unterbrechungen des Internetzugangs im Land und die Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen rückten insbesondere den Fall Soltani in den Mittelpunkt der globalen Agenda.

Der religiöse Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, behauptete, die USA hätten die Proteste angezettelt, und beschuldigte Trump der Anstiftung zum Aufruhr. Khamenei warnte vor der Möglichkeit einer ausländischen Intervention mit den Worten: „Die Amerikaner sollten wissen, dass ein Krieg, den sie beginnen, ein regionaler Krieg sein wird.“

Die US-Regierung hat nach dem Scheitern der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm und die Raketenproduktion militärische Optionen auf die Tagesordnung gesetzt. Während die Drohungen der Trump-Administration anhalten, plädieren die iranischen Behörden dafür, der Diplomatie eine Chance zu geben.

Die Freilassung von Erfan Soltani wird als beispielhafte Entwicklung für die bei den Protesten Inhaftierten gewertet, während gleichzeitig darauf hingewiesen wird, dass die zunehmenden Spannungen zwischen dem Iran und den USA in der kommenden Zeit weiter eskalieren könnten.