IKRG verhängt Sendeverbot gegen drei arabische Nachrichtensender

Die Regierung der Region Kurdistan im Irak (IKRG) hat bekannt gegeben, dass sie die Ausstrahlung der Sender Al-Jazeera, Al-Arabiya und Al-Hadath in der Region untersagt hat. Als Begründung wurden eine unprofessionelle Berichterstattung sowie eine feindselige Haltung gegenüber dem kurdischen Volk angeführt.

İHA

Die im Norden des Irak agierende Region Kurdistan (IKRG) hat ein Sendeverbot gegen drei führende Nachrichtensender der arabischen Welt erlassen.

Mix Media, der größte Betreiber digitaler Sendenetzwerke in der Region, gab öffentlich bekannt, dass die Ausstrahlung der Sender Al Jazeera, Al-Arabiya und Al-Hadath gemäß einer Regierungsanweisung eingestellt wurde.

Die Entscheidung zur Einstellung der Sendungen wurde Mix Media durch ein offizielles Schreiben des Kulturministeriums der IKRG mitgeteilt. In dem Dokument, das die Unterschrift des Generaldirektors für Medien und Rundfunk, Schirwan Abdullah Churschid, trägt, heißt es, dass die Sendeinhalte der betroffenen Kanäle einer Prüfung unterzogen wurden.

BEGRÜNDUNG: RECHTSVERSTÖSSE UND UNETHISCHE BERICHTERSTATTUNG

In dem Schreiben des Ministeriums wird behauptet, dass die Sender gegen die Artikel 2, 3, 7 und 9 des Rundfunkgesetzes verstoßen hätten. Es wurde argumentiert, dass die Inhalte nicht mit journalistischen Berufsethiken vereinbar seien und provokative, herabwürdigende sowie hasserfüllte Äußerungen gegenüber Kurden enthielten.

Die Behörden forderten die sofortige Einstellung der verbotenen Sendungen und warnten davor, dass bei Nichteinhaltung der gesetzlichen Bestimmungen strengere Sanktionen sowie rechtliche Schritte gegen das Unternehmen eingeleitet würden.