Imran Khans Partei in Pakistan liegt vorn, kann aber nicht regieren: Proteste im ganzen Land nehmen zu

Die PTI (Pakistanische Bewegung für Gerechtigkeit), die nach der Wahl zwar als stärkste Kraft hervorging, aber nicht die für eine Regierungsbildung erforderliche Anzahl an Sitzen erreichte, hat landesweite Proteste gestartet. Das pakistanische Militär rief zu Einheit und Ruhe auf.

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12PUNTO AUSLANDSREDAKTION

Die Wahlen in Pakistan sind abgeschlossen.

Die unabhängigen Kandidaten, die von der Partei des inhaftierten ehemaligen Premierministers Imran Khan, der Pakistanischen Bewegung für Gerechtigkeit (PTI), unterstützt wurden, gewannen 93 Sitze im Parlament und ließen damit die Kandidaten der PML-N (Pakistanische Muslimliga) und der PPP (Pakistanische Volkspartei) hinter sich.

Da die PTI jedoch keine absolute Mehrheit erringen konnte und sich die anderen Parteien gegen Imran Khan zusammengeschlossen haben, ist sie nicht in der Lage, eine Regierung zu bilden. Imran Khans Partei behauptet, dass die Wahlen manipuliert wurden, und hat landesweite Proteste eingeleitet.

Bereits vor der Wahl hatte die PTI dazu aufgerufen, die Wahllokale bis zum Ende der Stimmenauszählung nicht zu verlassen, und den Verdacht geäußert, dass es bei der Wahl zu Manipulationen kommen könnte.

Die PML-N, die Partei des in der vergangenen Legislaturperiode regierenden Nawaz Sharif, gewann 74 Sitze, während die PPP 56 Sitze errang. Die für eine Mehrheit im pakistanischen Parlament erforderliche Anzahl an Abgeordneten liegt bei 134.

PROTESTE IN DEN 4 PROVINZEN DES LANDES DAUERN AN

Mit Beginn der Koalitionsverhandlungen zwischen der PML-N und der PPP haben die Proteste der Anhänger von Imran Khan zugenommen. Gegen Nawaz Sharif, von dem erwartet wird, dass er durch eine Einigung mit anderen Parteien, die Sitze im Parlament gewonnen haben, eine Koalitionsregierung bildet, finden in den vier größten Provinzen Pakistans Proteste statt. 

Obwohl die Polizei ankündigte, gegen die Proteste in der Hauptstadt vorzugehen, wichen die Demonstranten nicht zurück. Nach Ansicht der Anhänger Khans wurde die Wahl in „sehr großem Ausmaß“ manipuliert.

Während die Proteste im Land anhalten, bleibt es ungewiss, ob Sharif eine Regierung bilden kann.