In diesem Land steht eine mögliche Verhaftung Netanyahus zur Debatte
Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung reagierte scharf auf das Vorgehen Israels gegen die „Global Sumud Flotilla“ und erklärte, dass eine Verhaftung von Premierminister Benjamin Netanyahu in Betracht gezogen werden sollte, falls dieser das Land besucht.
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Präsident Lee Jae Myung betonte in seinen Erklärungen während einer Kabinettssitzung die Rechtswidrigkeit der jüngsten Angriffe der israelischen Armee in internationalen Gewässern. Lee wies darauf hin, dass insbesondere der Eingriff gegen die „Global Sumud Flotilla“, die humanitäre Hilfe nach Gaza bringen sollte, jeglicher rechtlichen Grundlage entbehre, und bezeichnete die Inhaftierung der Aktivisten, unter denen sich auch südkoreanische Staatsbürger befinden, als schwere Ungerechtigkeit.
Lee äußerte seinen Unmut mit den Worten: „Ist die Besetzung des Gazastreifens durch Israel und das Festhalten an dieser Besatzung aus völkerrechtlicher Sicht legitim? Dass südkoreanische Staatsbürger ohne jegliche rechtliche Begründung festgehalten werden, ist inakzeptabel.“ Präsident Lee bezeichnete die Situation als „äußerst grausam und unmenschlich“.
Unter Hinweis auf die Haftbefehle gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu in den meisten europäischen Ländern merkte Lee an, dass ein ähnlicher Prozess auch in Südkorea geprüft werden sollte.
Bei dem jüngsten Vorfall im Rahmen der „Frühjahrsmission 2026“ wurden 177 Aktivisten der „Global Sumud Flotilla“ bei einem Eingriff der israelischen Armee nahe der Insel Kreta festgenommen. Diese Operation, die in internationalen Gewässern in einer Entfernung von 600 Seemeilen stattfand, löste große Empörung aus. Die Flotte bestand aus 428 Aktivisten aus 44 verschiedenen Ländern und insgesamt 50 Schiffen, darunter 78 türkische Staatsbürger.
Am 18. Mai kam es zu einem weiteren israelischen Angriff auf die Aktivisten der Flotte, die auf dem Weg nach Gaza war, wobei erneut zahlreiche Personen festgenommen wurden. Während diese Entwicklungen die Schwierigkeiten humanitärer Hilfsinitiativen in den Fokus rücken, bringt die südkoreanische Regierung ihr Unbehagen über die Geschehnisse weiterhin auf internationaler Ebene zum Ausdruck.
Bereits im August 2025 waren israelische Streitkräfte in ähnlicher Weise gegen eine andere Flottille vorgegangen, an der über 500 Aktivisten aus mehr als 44 Ländern beteiligt waren. Zusammen mit der Reaktion Südkoreas werden die harten Maßnahmen Israels gegen die Blockade des Gazastreifens und humanitäre Hilfsinitiativen weiterhin in der internationalen Gemeinschaft debattiert.