In israelischem Gefängnis inhaftierter Palästinenser gestorben

Es wurde bekannt gegeben, dass ein Palästinenser, der sich in israelischer Verwaltungshaft befand, verstorben ist und sein Tod als verdächtig eingestuft wird.

12punto

Wie die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA berichtet, gaben die Palästinensische Gefangenengesellschaft sowie die Kommission für Gefangene und ehemalige Gefangene eine gemeinsame Erklärung zum Tod des 58-jährigen Omar Hamza Daraghmeh ab.

BETONUNG AUF VERDÄCHTIGEM TOD

In der Erklärung, in der daran erinnert wurde, dass Daraghmeh heute vor Gericht stand und sein Anwalt noch zuvor erklärt hatte, dass sich der palästinensische Häftling in einem guten Gesundheitszustand befinde, wurde betont, dass der Tod von Daraghmeh verdächtig sei. In der Mitteilung wurde zudem daran erinnert, dass Daraghmeh seit dem 9. Oktober im Rahmen der Verwaltungshaft im Gefängnis festgehalten wurde.

Es war bereits bekannt gegeben worden, dass israelische Streitkräfte seit dem 7. Oktober im besetzten Westjordanland 1215 Palästinenser festgenommen haben.

WAS BEDEUTET VERWALTUNGSHAFT?

Die israelische Praxis der "Verwaltungshaft" bedeutet, dass Palästinenser in den besetzten Gebieten ohne Anklageerhebung inhaftiert werden. Palästinenser können bis zu 6 Monate lang inhaftiert werden, ohne die gegen sie erhobenen Vorwürfe zu erfahren und ohne das Recht, sich verteidigen zu können.

Nach Ablauf dieser Frist kann die Haftdauer eines Palästinensers, der zwar einem Militärgericht vorgeführt wird, aber weiterhin keine Kenntnis von den Anklagepunkten hat, wiederholt auf bis zu 5 Jahre verlängert werden.