In Myanmar werden Tausende Tote befürchtet... Kommunikationsinfrastruktur zusammengebrochen: Wie ist die Lage vor Ort?

Der United States Geological Survey (USGS) gab bekannt, dass das Erdbeben der Stärke 7,9 in Myanmar in einem weiten Gebiet Schäden verursacht hat. Behörden erklärten, die Zahl der Todesopfer könne in die Tausende gehen.

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In der thailändischen Hauptstadt Bangkok sind nach dem Einsturz eines im Bau befindlichen Wolkenkratzers Berichten zufolge 90 Arbeiter unter den Trümmern begraben worden. Rettungskräfte gaben an, bisher drei Leichen geborgen zu haben. Während die Such- und Rettungsarbeiten nach dem Erdbeben andauern, riefen die Behörden die Bürger dazu auf, den Anweisungen Folge zu leisten.

Die Regierung von Myanmar hat in den sechs vom Erdbeben betroffenen Regionen den Ausnahmezustand ausgerufen. In der Hauptstadt Naypyidaw seien die Krankenhäuser mit Verletzten überfüllt und an Gebäuden seien großflächige Schäden entstanden. Vertreter des Roten Kreuzes teilten mit, dass die Infrastruktur massiv beschädigt wurde.

In den Gebieten nahe dem Epizentrum des Bebens sind die Kommunikationsnetze unterbrochen. Laut USGS-Daten wurde nach dem Hauptbeben ein Nachbeben der Stärke 6,4 registriert. Die Behörden in Myanmar teilten mit, dass versucht werde, das Ausmaß der Schäden zu ermitteln.

Wie der schwedische Sender SVT berichtet, hat der thailändische Verteidigungsminister Phumtham Wechayachai angekündigt, dass die Bergungsarbeiten in Bangkok fortgesetzt werden. Bürogebäude und Einkaufszentren im Stadtzentrum wurden evakuiert.

Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldete, dass Bewohner in der chinesischen Provinz Yunnan, wo das Beben ebenfalls zu spüren war, sich auf offene Plätze begeben hätten. In dem Bericht hieß es, dass aus China bisher keine Todesopfer gemeldet wurden.

Die Behörden des Flughafens Bangkok gaben bekannt, dass der Flugbetrieb planmäßig weiterlaufe. Die U-Bahn und andere öffentliche Verkehrssysteme in der Stadt wurden jedoch zu Kontrollzwecken vorübergehend eingestellt.