Präsidentschaftskandidat im Iran kritisiert Kopftuchpflicht
Der reformorientierte Präsidentschaftskandidat im Iran, Massud Peseschkian, äußerte sich zur obligatorischen Kopftuchpflicht im Land: „Wir versuchen seit 40 Jahren, das Kopftuch durch Eingriffe zu korrigieren, aber haben wir es dadurch nicht nur verschlimmert? Dieser Plan führt uns in die Dunkelheit.“
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Im Iran haben die Präsidentschaftskandidaten ihre Wahlkampfaktivitäten intensiviert.
Der Präsidentschaftskandidat Massud Peseschkian kritisierte die obligatorische Kopftuchpflicht.
Bei einer Rede auf der „Konferenz der Frauen zur Unterstützung von Massud Peseschkian“ in einem seiner Wahlkampfzentren in der Hauptstadt Teheran sagte der Kandidat: „Ich habe in meinem Leben niemals gelogen, um Stimmen zu gewinnen, und niemals falsche Parolen gerufen.“
„ICH GLAUBE AN RECHT UND GERECHTIGKEIT“
Peseschkian erklärte: „Ich glaube an Recht und Gerechtigkeit. Die Rechte von Frauen, religiösen Minderheiten und ethnischen Gruppen sind mir wichtig. Ob Frau oder Mann, ob Türke, Kurde oder Belutsche – das macht für mich keinen Unterschied.“
„DIE TÜRKEN HABEN EIN SPRICHWORT...“
Peseschkian kritisierte das Programm der aktuellen Regierung zur obligatorischen Kopftuchpflicht, das im Land unter dem Namen „Nur-Plan“ (Licht-Plan) bekannt ist, und sagte:
„Was den Nur-Plan betrifft, so haben wir Türken ein Sprichwort. Es bedeutet übersetzt: ‚Sie nennen die Dunkelheit Licht‘. Wir versuchen seit 40 Jahren, das Kopftuch durch Eingriffe zu korrigieren, aber haben wir es dadurch nicht nur verschlimmert? Dieser Plan führt uns in die Dunkelheit.“
GROSSES INTERESSE AN DER KONFERENZ
An der Konferenz nahmen unter anderem die ehemaligen Vizepräsidentinnen Masume Ebtekar und Schahindocht Mollaverdi sowie Fatma Haschemi, die Tochter des ehemaligen Präsidenten Ali Akbar Haschemi Rafsandschani, und zahlreiche weitere Frauen teil.