Iran stellt Bedingungen für Hormus!

Die Regierung in Teheran führt strenge Beschränkungen für Schiffe ein, die die Straße von Hormus passieren, und setzt bei den Zahlungen auf den Yuan sowie Kryptowährungen. Diese Schritte sollen Irans strategische Position im Energiekorridor weiter stärken.

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Der Iran läutet eine neue Ära in der Straße von Hormus ein, die für die globale Energieversorgung von entscheidender Bedeutung ist. Die Behörden kündigten an, die Anzahl der Schiffe, die die Meerenge passieren dürfen, auf täglich etwa 15 zu begrenzen. Mit dieser Entscheidung beginnt offiziell die Ära der kostenpflichtigen Durchfahrt, die unter der Aufsicht der Revolutionsgarden umgesetzt wird.

Die Regierung in Teheran hat den Vermittlern mitgeteilt, dass die neue Praxis im Rahmen des mit den USA vereinbarten Waffenstillstands in Kraft treten wird. Handelsschiffe, die diese Route nutzen wollen, müssen nun die vom Iran festgelegten Gebühren entrichten.

Es wird zur Bedingung gemacht, dass die Gebühren nicht in US-Dollar, sondern in chinesischen Yuan oder Kryptowährungen gezahlt werden. Experten weisen darauf hin, dass dieses System den Einfluss des US-Dollars auf den globalen Energiemärkten schwächen könnte.

Gemäß der neuen Regelung müssen alle Schiffe, die die Meerenge passieren wollen, sich mit den iranischen Revolutionsgarden koordinieren, die von den USA und der Europäischen Union als Terrororganisation eingestuft werden. Während vor dem Krieg täglich über 100 Schiffe diese Route passierten, wird berichtet, dass diese Zahl in letzter Zeit auf vier gesunken ist. Angesichts der Beschränkungen sind insbesondere die energieproduzierenden Länder am Golf besorgt, dass ihre Exportkanäle vollständig unter die Kontrolle des Iran geraten.

Mit Beginn der zweiwöchigen Waffenstillstandsperiode ist zu beobachten, dass der militärische und wirtschaftliche Einfluss des Iran in der Region noch dauerhafter wird.

NEUE KARTE IN DER ENERGIEPOLITIK: KONTROLLE ÜBER HORMUS

Für den Iran ist die Festigung der Vorherrschaft in der Straße von Hormus mittlerweile ein ebenso strategisches Ziel geworden wie das Atom- und Raketenprogramm. Der ehemalige israelische Verteidigungsnachrichtendienst-Beamte Danny Citrinowicz erklärte in seiner Einschätzung: "Die Straße von Hormus ist für den Iran definitiv genauso wichtig geworden wie Raketen und das Atomprogramm, und für sie ist es an diesem Punkt eine unvermeidliche Notwendigkeit, die Kontrolle zu sichern."

Schiffsbetreiber in der Region müssen neben der Zahlung der festgelegten Gebühren in Yuan oder Kryptowährungen auch ständig Informationen mit den Revolutionsgarden austauschen. Die iranische Marine warnt in ihren Funksprüchen weiterhin vor ernsthaften Sanktionen bei unbefugten Versuchen und droht sogar mit der Zerstörung der Schiffe.