Iran verweist bei verschobenen Atomgesprächen auf den Oman

Der Iran hat bekannt gegeben, dass die Entscheidung zur Verschiebung der vierten Runde der Atomgespräche mit den USA, die unter Vermittlung des Oman am 3. Mai in der italienischen Hauptstadt Rom stattfinden sollten, auf Vorschlag des omanischen Außenministers Badr bin Hamad al-Busaidi getroffen wurde.

AA

Der Sprecher des Außenministeriums, Esmail Baghaei, äußerte sich zur Verschiebung der für den 3. Mai in Rom angekündigten Gespräche zwischen dem Iran und den USA.

Baghaei erklärte, die Entscheidung zur Verschiebung der Gespräche sei auf Vorschlag des omanischen Außenministers al-Busaidi erfolgt und ein neues Datum werde zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

DER VERHANDLUNGSPROZESS ZWISCHEN DEM IRAN UND DEN USA

US-Präsident Donald Trump, der sein Land 2018 einseitig aus dem Atomabkommen mit dem Iran zurückgezogen hatte, hatte im März einen Brief an den iranischen Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei gesandt, in dem er zu direkten Atomverhandlungen mit dem Iran aufrief und auch Drohungen aussprach.

Der Iran hatte auf diesen Brief über den Oman geantwortet.

Nach dem Briefwechsel führten Teheran und Washington zunächst am 12. April im Oman und anschließend im wöchentlichen Abstand indirekte Gespräche in Rom und erneut im Oman.

Sowohl der Iran als auch die USA hatten erklärt, dass bei den Verhandlungen Fortschritte erzielt worden seien.

Die Parteien hatten sich darauf geeinigt, die vierte Verhandlungsrunde am 3. Mai in Rom abzuhalten. Der Oman hatte zuvor mitgeteilt, dass die Gespräche aus "logistischen Gründen" verschoben wurden.

NEUE SANKTIONEN

Die Regierung in Washington hatte gestern im Rahmen ihrer Kampagne des "maximalen Drucks" gegen den Iran Sanktionen gegen insgesamt sieben Unternehmen verhängt, die am Verkauf von iranischem Öl beteiligt sind; vier davon haben ihren Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten und eines in der Türkei.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte zudem in einer Nachricht auf seinem Social-Media-Account unter der Überschrift "Botschaft an den Iran" erklärt: "Wir sehen eure tödliche Unterstützung für die Huthi. Wir wissen genau, was ihr tut. Ihr wisst sehr gut, wozu das US-Militär fähig ist, und ihr seid gewarnt worden. Ihr werdet die Konsequenzen zu der Zeit und an dem Ort tragen, den wir wählen."

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, hatte die USA zudem beschuldigt, während laufender Verhandlungen zwischen den beiden Ländern "widersprüchliche Handlungen und provokative Erklärungen" vorzunehmen.