Iran wird Zusammenarbeit mit der IAEO aussetzen

Der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran hat erklärt, dass die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) aufgrund der Haltung der „europäischen Dreiergruppe“ (E3) – bestehend aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland – ausgesetzt wird, ungeachtet der Kontakte und Lösungsvorschläge des iranischen Außenministeriums.

İHA

Der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran trat heute unter dem Vorsitz des iranischen Präsidenten Masud Peseschkian zusammen. Bei dem Treffen wurden regionale Entwicklungen, die Politik Israels in der Region sowie die Zusammenarbeit mit der IAEO erörtert.

In der Erklärung des Rates wurde betont, dass der Iran unter den gegenwärtigen Bedingungen seine Politik der verstärkten Zusammenarbeit für Frieden und Stabilität fortsetzen werde.

Dennoch wurde mitgeteilt, dass die Zusammenarbeit mit der Agentur aufgrund der Haltung der „europäischen Dreiergruppe“ (E3) – bestehend aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland – ausgesetzt werde, ungeachtet der Kontakte und Lösungsvorschläge des iranischen Außenministeriums. Zudem wurde das Außenministerium angewiesen, seine diplomatischen Kontakte zur Wahrung der nationalen Interessen fortzusetzen.

AUFHEBUNG DER SANKTIONEN ABGELEHNT

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN-Sicherheitsrat) hatte beschlossen, über einen von den E3-Staaten initiierten Entwurf zur Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran abzustimmen. In der gestrigen Sitzung des UN-Sicherheitsrates wurde der Resolutionsentwurf, der die Bestätigung der nuklearen Verpflichtungen des Iran und die dauerhafte Aufhebung der UN-Sanktionen vorsah, abgelehnt. Bei der Abstimmung unterstützten China, Russland, Pakistan und Algerien den Entwurf, während 9 Länder, darunter Großbritannien, Frankreich und die USA, dagegen stimmten; Guyana und Südkorea enthielten sich der Stimme.

IRAN HATTE ZUSAMMENARBEIT MIT DER IAEO BEREITS AUSGESETZT

Das iranische Parlament (Islamische Beratende Versammlung) hatte am 25. Juni einen Gesetzentwurf gebilligt, der die Aussetzung der Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) vorsah, bis die Sicherheit von Nuklear- und Wissenschaftsexperten gewährleistet sei.

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi traf sich später am 9. September in der ägyptischen Hauptstadt Kairo mit dem IAEO-Generaldirektor Rafael Grossi. Bei diesem Treffen unterzeichnete Araghchi eine Vereinbarung, die die Wiederaufnahme der Inspektionen vorsah, welche nach den Angriffen der USA und Israels auf iranische Atomanlagen im Juni ausgesetzt worden waren.