Träume von einem militärischen Sieg über den Iran in den Schatten gestellt

Die Rhetorik von US-Präsident Donald Trump über einen leichten Sieg im Iran ist angesichts aktueller Satellitenbilder und militärischer Aktivitäten in der Region fragwürdig geworden. Der Iran stärkt seine Atomanlagen und Verteidigungskapazitäten, was die Risiken einer möglichen Militäroperation erhöht.

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Trotz ehrgeiziger Erklärungen der US-Regierung erschüttern die jüngsten Entwicklungen die Erwartungen Washingtons, einen schnellen Erfolg bei einem militärischen Eingreifen gegen den Iran zu erzielen. Satellitenbilder und Beobachtungen zeigen, dass iranische Behörden ihre beschädigte nukleare Infrastruktur wiederaufbauen, Schutzmaßnahmen ergreifen und das Land mit neuen Verteidigungssystemen ausstatten.

In den vergangenen Wochen hatte US-Präsident Donald Trump geäußert, dass sie bei einer militärischen Operation gegen den Iran "leicht gewinnen" würden. Analysen deuten jedoch darauf hin, dass diese Behauptung weit von der Realität entfernt ist. Einige der nuklearen und militärischen Einrichtungen auf der potenziellen Zielliste des Pentagons wurden durch umfassende Renovierungen und Verstärkungen widerstandsfähiger gegen Gegenangriffe gemacht.

Auf Satellitenfotos ist zu sehen, dass die Nuklearkomplexe in Isfahan, die im vergangenen Jahr Ziel eines US-Luftangriffs waren, sowie die umliegenden Tunneleingänge mit massivem Beton und Füllmaterial verschlossen wurden. Es wurde berichtet, dass der Iran bei den betreffenden Anlagen der Sicherung seiner Bestände an hochangereichertem Uran Priorität einräumt und diese in tiefere und geschütztere unterirdische Bunker umgewandelt hat.

Diese infrastrukturellen Verstärkungen beschränken sich nicht nur auf Isfahan. Auch in anderen kritischen Nuklearstandorten wie Natanz und Fordo wurden Lüftungsschächte und Zugangspunkte geschlossen und durch fortschrittliche Stahlbetonbauten sowie zusätzliche Schutzmaßnahmen quasi auf ein "bombensicheres" Niveau gehoben.

Darya Dolzikovo bewertete dies wie folgt: "Ein solches Maß an Vorbereitung nach den Angriffen ist ein Zeichen für echten Widerstand. Wir haben es mit einem Land zu tun, das über die Kapazität verfügt, alles wieder aufzubauen, wenn es das will."

NEUE VERTEIDIGUNGSSYSTEME UND INTERNATIONALE UNTERSTÜTZUNG

Ein weiteres wichtiges Element der militärischen Vorbereitungen des Iran sind die Luftverteidigungssysteme der neuen Generation, die das Land aus Russland und China bezogen hat. S-300-Batterien, einheimische Startrampen und tragbare Kurzstreckenraketenplattformen wurden in verschiedenen Regionen stationiert, um strategische Punkte zu schützen.

Insbesondere die Verteilung der aus Russland bezogenen schultergestützten Raketen vom Typ Werba an die Infanterie schafft eine Abschreckung, die mögliche Luftlandeoperationen der USA erschweren dürfte. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die an den Iran gelieferten chinesischen YLC-8B-Radarsysteme die Ortung feindlicher Flugzeuge erleichtern und die Tarnkappeneigenschaften der US-Flugzeuge gefährden.

Selbst bei früheren Angriffen, die die USA mit dem Tarnkappenbomber B-2 durchführten, konnte die angestrebte Zerstörung der iranischen Infrastruktur nicht vollständig erreicht werden. Insbesondere Nuklearkomplexe wie Fordo, die unter Bergen errichtet wurden, sind gegen Luftangriffe stärker abgeschirmt.

WACHSENDE BEDROHUNG FÜR DIE US-SEESTREITKRÄFTE

Auch hinsichtlich des militärischen Gleichgewichts zur See gibt es eine kritische Entwicklung. Die bevorstehende Lieferung der im Rahmen eines Abkommens mit China bestellten Überschall-Schiffsabwehrraketen vom Typ CM-302 in die Region wird als Risikofaktor angesehen, der die Bewegungsfreiheit der US-Marine einschränken könnte. In Kombination mit Kamikaze-Drohnen stellen diese Raketen eine beispiellose Bedrohung für US-Flugzeugträgerverbände dar.

Obwohl unklar bleibt, ob diese Raketen bereits tatsächlich in den Bestand des Iran übergegangen sind, hat diese Möglichkeit, die im US-Militär Sorge bereitet, insbesondere bei der militärischen Planung im Nahen Osten zu einer neuen Kalkulation geführt.

TRUMPS EINGESCHRÄNKTE STRATEGIE

Nach den jüngsten Entwicklungen ist eine schrittweise Veränderung in der Rhetorik und den Drohungen der Trump-Regierung gegenüber dem Iran zu beobachten. Die anfängliche Erwähnung einer umfassenden Militäroperation wurde mit der Zeit durch begrenztere Interventionsoptionen ersetzt. In der US-Innenpolitik werden zudem Bedenken hinsichtlich der militärischen Verluste und der hohen Kosten eines möglichen Krieges geäußert.

Dennoch hält der Druck der israelischen Regierung auf die USA an. Die US-Regierung versucht einerseits, trotz des Angriffsrisikos Spielraum für eine diplomatische Lösung zu finden, während sie andererseits versucht, ein Gleichgewicht mit den Forderungen ihrer Verbündeten zu wahren. In politischen Kreisen kursieren Szenarien, wonach ein direkter Eingriff Israels und ein Rückzug der USA in eine Verteidigungsposition für Trump innenpolitische Vorteile bringen könnten.