Iranische Regierung ruft Staatstrauer aus

Das iranische Kabinett hat eine dreitägige Staatstrauer für die bei den landesweiten Protesten ums Leben gekommenen Regimeanhänger ausgerufen. Die Regierung bezeichnete die Todesopfer als Personen, die im „nationalen Widerstand gegen die USA und Israel“ gefallen seien.

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Die Proteste im Iran, die aufgrund der Wirtschaftskrise und Forderungen nach Freiheit begannen und seit Tagen andauern, weiten sich im ganzen Land weiter aus.

Bei den Demonstrationen in zahlreichen Städten des Landes kamen nach Berichten durch das Eingreifen der Sicherheitskräfte mindestens 490 Zivilisten ums Leben, während bei den Zusammenstößen 49 Sicherheitskräfte getötet wurden.

Die iranische Führung hatte den Internetzugang eingeschränkt, um die Organisation der Proteste zu erschweren und die Verbreitung von Aufnahmen der Einsätze der Sicherheitskräfte zu verhindern.

DREITÄGIGE STAATSTRAUER AUSGERUFEN

Während die Proteste anhalten, gab das iranische Kabinett bekannt, dass eine dreitägige Staatstrauer im ganzen Land ausgerufen wurde.

Das Kabinett behauptete, die Demonstrationen würden von den USA und Israel gesteuert, und bezeichnete die während der Proteste getöteten Sicherheitskräfte und Regimeanhänger als „im nationalen Widerstand Gefallene“.

Für die Demonstranten wurde hingegen der Begriff „städtische Terroristen, die während der Proteste auf IS-Taktiken zurückgreifen“ verwendet.

Im Rahmen der Entscheidung wurden die iranischen Bürger zudem dazu aufgerufen, an einem für heute um 14.00 Uhr Ortszeit geplanten Marsch des nationalen Widerstands teilzunehmen.