Irans neuer Botschafter im Sudan nach 8 Jahren im Amt
Der von Iran nach acht Jahren Unterbrechung in den Sudan entsandte Botschafter Hassan Shah al-Husseini hat sein Beglaubigungsschreiben beim Vorsitzenden des sudanesischen Souveränitätsrates, Abdel Fattah al-Burhan, eingereicht und damit sein Amt angetreten.
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Laut einer schriftlichen Erklärung des Souveränitätsrates empfing al-Burhan den von Iran ernannten Botschafter al-Husseini in der im Osten des Landes gelegenen Stadt Port Sudan.
Bei dem Treffen war der Unterstaatssekretär des sudanesischen Außenministeriums, Hussein al-Amin, anwesend.
Al-Amin erklärte nach dem Gespräch, dass die Beziehungen zwischen den beiden Ländern stark seien. Die Übergabe des Beglaubigungsschreibens durch den iranischen Botschafter markiere den Beginn einer neuen Phase in den bilateralen Beziehungen.
Botschafter al-Husseini erklärte seinerseits, er habe das Beglaubigungsschreiben „im Rahmen des gemeinsamen Konsenses zwischen den beiden Ländern über den Austausch von Botschaftern und die Entwicklung der bilateralen Beziehungen“ überreicht.
Al-Husseini betonte, er werde sein Möglichstes tun, um die Zusammenarbeit zwischen der Islamischen Republik Iran und dem Sudan zu stärken, und bekräftigte, dass sein Land die nationale Souveränität, Einheit und territoriale Integrität des Sudan unterstütze.
Al-Burhan verabschiedete zudem den vom Sudan für Iran ernannten Botschafter Abdelaziz Hassan Salih sowie den für den Südsudan ernannten Botschafter Isam Karrar in ihre neuen Ämter.
DER STATUS DER BEZIEHUNGEN ZWISCHEN IRAN UND DEM SUDAN
Die Hinrichtung von 47 Personen durch Saudi-Arabien im Jahr 2016, darunter der schiitische Geistliche Nimr al-Nimr, wegen „Terror“-Vorwürfen hatte im Iran für große Empörung gesorgt. Im Land kam es zu Protesten, und die saudische Botschaft in Teheran sowie das Konsulat in Maschhad wurden angegriffen.
Daraufhin brachen Saudi-Arabien, Bahrain und der Sudan die diplomatischen Beziehungen zum Iran ab, während die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Beziehungen auf die Ebene von Geschäftsträgern herabstufen. Kuwait war das fünfte Land, das den diplomatischen Druck auf den Iran erhöhte, indem es seinen Botschafter abzog.
Nach dem von China vermittelten Abkommen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran im März 2023 zur Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen begann das Eis zwischen dem Iran und den arabischen Ländern der Region zu schmelzen.
Der damalige iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian und der amtierende sudanesische Außenminister Ali al-Sadiq trafen am 6. Juli 2023 in Baku zusammen, wo sie an einem Treffen des Koordinierungsbüros der Bewegung der Blockfreien Staaten teilnahmen. Dieser Kontakt wurde als erster diplomatischer Austausch auf dieser Ebene zwischen den beiden Ländern nach sieben Jahren registriert.
In einer schriftlichen Erklärung des Sprechers des sudanesischen Außenministeriums vom 9. Oktober 2023 hieß es: „Die Republik Sudan und die Islamische Republik Iran haben nach einer Reihe hochrangiger Kontakte in den vergangenen Monaten beschlossen, ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen, um den Interessen beider Länder zu dienen.“