Irans Parlamentspräsident Ghalibaf: Urananreicherung ist unser unverzichtbares Recht

Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat im laufenden Prozess mit den USA deutliche Signale bezüglich der Straße von Hormus, der Ölexporte und der nuklearen Rechte gesendet.

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Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat sich zu den nuklearen Aktivitäten seines Landes, dem Raketenprogramm und dem mit den USA geführten Prozess geäußert. Gegenüber der iranischen Presse erklärte Ghalibaf, dass das Raketenprogramm und die militärische Kapazität „absolut nicht verhandelbar“ seien.

In seiner Bewertung der nuklearen Rechte des Iran betonte Ghalibaf: „Die Urananreicherung ist unser legitimes und unverzichtbares Recht.“ Ghalibaf erklärte, dass Teheran am Verhandlungsprozess teilnehme, um seine Ziele zu erreichen, und warnte, dass der Iran im Falle eines Verstoßes gegen die Bestimmungen des Abkommens reagieren werde.

Mit einer Warnung an die USA fügte Ghalibaf hinzu: „Wir verhandeln, um unsere Ziele zu erreichen. Doch wenn die Sprache der Vernunft und der Text des Abkommens wirkungslos bleiben, tritt die Sprache der Stärke an ihre Stelle.“

Ghalibaf ging auch auf die Souveränitätsdebatten in der Straße von Hormus ein und bekräftigte, dass es sich bei dem Gebiet um iranische Hoheitsgewässer handele. Er widersprach den Behauptungen der USA, der Iran militarisiere die Straße von Hormus, und erklärte, dass er keine „Diskussionen oder Sophistereien“ zu diesem Thema zulassen werde.

Unter Hinweis auf die strategische Bedeutung der Straße von Hormus bezeichnete Ghalibaf diese als einen der wichtigsten Trümpfe des Iran „während des letzten Krieges“. Er verwies zudem auf den Artikel im Memorandum of Understanding mit den USA, der den Iran dazu verpflichtet, einen Dialog mit dem Oman über die künftige Verwaltung und die maritimen Dienstleistungen in der Straße von Hormus zu führen, und erklärte, dass sich Iran und Oman bereits in rechtlichen und dienstlichen Fragen geeinigt hätten.

5 BEDINGUNGEN FÜR DAS ABKOMMEN AUFGEZÄHLT

Ghalibaf erinnerte auch an die Vorbedingungen, die für die Umsetzung des mit den USA erzielten Memorandums festgelegt wurden. Demnach stehen die Beendigung des Krieges, die Wiederherstellung der Souveränität des Libanon, die Aufhebung der „illegalen Seeblockade“ der USA gegen den Iran, die Wiedereröffnung der Straße von Hormus, die Sicherung der iranischen Ölexporte und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte im Vordergrund.

Der iranische Parlamentspräsident erklärte: „Solange nicht alle 5 Bestimmungen des Abkommens klar umgesetzt sind, wird der Iran nicht zur nächsten Phase der Umsetzung der übrigen Bestimmungen übergehen.“

Ghalibaf, der die Verhandlungen als „strategischen Schritt“ bezeichnete, betonte, dass man Diplomatie nicht von militärischer Stärke trenne. „Verhandlungen sind eine Methode des Kampfes. Militärische Stärke unterstützt letztlich die rechtliche Autorität der Diplomatie. Das Schlachtfeld und die Diplomatie sind zwei Klingen derselben Schere“, sagte Ghalibaf und fügte hinzu, dass regionale Abkommen nur akzeptiert werden könnten, wenn sie die „Würde und Abschreckungskraft“ des Iran wahren.

Ghalibaf präsentierte die vorzeitige Aufhebung der US-Blockade als einen Gewinn für den Iran und argumentierte, dies sei ein Beweis sowohl für die militärischen Fähigkeiten seines Landes als auch für die Stärke seiner Diplomatie. Er gab an, dass der Iran in weniger als zwei Wochen nach Aufhebung der Blockade mehr als 40 Millionen Barrel Öl exportiert habe, was den wirtschaftlichen Nutzen verdeutliche.

Ghalibaf betonte zudem, dass man internationalen Garantien nicht vollständig vertraue. „Starke interne Kapazitäten und eine solide Position vor Ort bilden die einzige Garantie für unser Land“, sagte Ghalibaf und bekräftigte, dass die militärische Kapazität und das Raketenprogramm des Iran kein Verhandlungsgegenstand sein werden.