Israel beginnt mit dem Bau von Militärstützpunkten in besetzten Gebieten Syriens: 35.000 Soldaten stationiert

Nach dem Zusammenbruch des Baath-Regimes ist die israelische Armee bis auf 20 Kilometer an Damaskus herangerückt und hat den Bau neuer Militärstützpunkte in der Region gemeldet. Die Stützpunkte seien im Rahmen der 'neuen Verteidigungsdoktrin' Israels errichtet worden. Israel bekräftigte zudem seine Pläne zur Annexion syrischer Gebiete.

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Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) haben die Stationierung neuer Militärstützpunkte an der syrischen Grenze bekannt gegeben. Nach dem Abzug der UN-Friedenstruppen seien Tausende IDF-Soldaten in der Region platziert worden. Militärvertreter behaupteten, man wolle damit eine Bedrohung verhindern, die den Angriffen der Hamas vom 7. Oktober ähnelt.

Oberstleutnant Val, der auf den Golanhöhen im Einsatz ist, erläuterte gegenüber Journalisten die Details des neuen Verteidigungssystems. Val erklärte, man errichte neue Militärstützpunkte, die durch Beobachtungsposten geschützt seien, welche wiederum durch sechs Meter tiefe, in vulkanisches Gestein gegrabene Gräben gesichert würden.

Die israelische Regierung gab bekannt, dass sie im Rahmen des Verteidigungsprojekts 'Neuer Osten' präventive Maßnahmen an den Grenzen zu Syrien, dem Libanon und dem Gazastreifen ergreife. In Berichten der internationalen Presse wurde geschätzt, dass die Kosten des Projekts 40 Millionen Dollar erreichen könnten. Es wurde mitgeteilt, dass sich aus drei Brigaden bestehende Militäreinheiten in der 'Pufferzone' befinden.

Laut einem Bericht von Bloomberg leben etwa 35.000 Syrer in der sogenannten Pufferzone, also in den von Israel besetzten Gebieten. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Syrer unter israelischer Kontrolle leben. Val fügte hinzu, dass die Interaktion mit der lokalen Bevölkerung begrenzt sei, humanitäre Hilfe jedoch fortgesetzt werde. Informationen über den Inhalt und den Umfang der besagten 'humanitären Hilfe' wurden nicht geteilt.

ERDOGAN REAGIERT AUF ISRAEL

Die Besetzung Syriens durch Israel hat bei anderen Ländern in der Region für Reaktionen gesorgt. Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte: ''Wir werden die Teilung Syriens nicht zulassen.'' UN-Vertreter warnten unterdessen, dass die Handlungen Israels die regionale Stabilität gefährdeten.

Der israelische Außenminister Gideon Saar äußerte sich zu den Beziehungen zur Türkei mit den Worten: 'Wir wollen keinen Konflikt.' Verteidigungsexperten betonten, dass die Präsenz Israels in Syrien sowohl aus Sicherheitsgründen als auch im Hinblick auf zukünftige diplomatische Verhandlungen von Bedeutung sei.

Es war bekannt, dass die Golanhöhen aufgrund ihrer strategischen Lage für Israel von großer Bedeutung sind. Die Anerkennung der israelischen Souveränität über den Golan durch die USA im Jahr 2019 hatte international für Diskussionen gesorgt. Mit dem Sturz des Baath-Regimes hat Israel die Golanhöhen überschritten und einen Teil des Gebiets bis nach Damaskus besetzt.