Israel blockiert humanitäre Hilfe: Hungersnot in Gaza droht! Leben von Neugeborenen in Gefahr
Berichten zufolge droht im Gazastreifen eine Hungersnot, nachdem die Einfahrt von Hilfsgüter-Lkw gestoppt wurde. In Gaza, wo das israelische Verteidigungsministerium die Stromversorgung unterbrochen hat, sind die Menschen zudem der Gefahr von Epidemien ausgesetzt.
AA
Hazım Heniyye, Verantwortlicher der Unabhängigen Menschenrechtskommission in Gaza, erklärte auf einer Pressekonferenz im Gazastreifen, dass sich die humanitären Bedingungen in der Region aufgrund der israelischen Blockade verschlechtert hätten. Heniyye kritisierte Israel für die Behinderung der Einfahrt von Hilfsgüter-Lkw und forderte die Öffnung der Grenzübergänge.
Heniyye wies darauf hin, dass die Schließung der Grenzübergänge zu einem kritischen Rückgang der Lebensmittelversorgung in Gaza geführt habe und das Ausbleiben von Hilfslieferungen das Risiko einer weit verbreiteten Hungersnot berge. Er betonte zudem, dass Stromausfälle, das Fehlen von Treibstoff für Notstromaggregate sowie der Mangel an Wiederbelebungsgeräten das Leben von Neugeborenen in Brutkästen gefährdeten.
Heniyye erklärte, dass 80 Prozent der im Gazastreifen tätigen Krankenhäuser aufgrund von Treibstoff- und medizinischem Materialmangel nicht mehr funktionsfähig seien und kritische Operationen unterbrochen werden müssten. Er gab bekannt, dass aufgrund des unterbrochenen Zugangs zu medizinischer Versorgung 25.000 Patienten und Verletzte, darunter 10.000 Krebspatienten, vom Tod bedroht seien.
Israel hatte angekündigt, ab dem 2. März die Einfahrt humanitärer Hilfe in den Gazastreifen zu blockieren, nachdem die erste 42-tägige Phase des Waffenstillstands- und Gefangenenaustauschabkommens mit der Hamas ausgelaufen war. Nach dieser Entscheidung verschlechterte sich die humanitäre Lage in Gaza, während die Bewohner Gazas erneut ein Ende der Blockade forderten.