Israel greift Menschen an, die in Gaza auf humanitäre Hilfe warten! Zahl der Todesopfer steigt

Bei israelischen Angriffen auf den Gazastreifen seit den Morgenstunden sind 58 Palästinenser ums Leben gekommen, darunter auch Menschen, die auf humanitäre Hilfe warteten.

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Gesundheitsbehörden und Augenzeugen in Gaza berichteten, dass die israelische Armee Zivilisten an zahlreichen Punkten von Norden bis Süden ins Visier genommen habe. Die Angriffe konzentrierten sich insbesondere auf Wohnhäuser, Zelte und Menschenansammlungen.

Im Flüchtlingslager al-Maghazi im Zentrum von Gaza kamen bei einem Drohnenangriff auf ein Gebiet, in dem sich Zivilisten versammelt hatten, 5 Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt.

Im Norden von Gaza, nahe dem Netzarim-Korridor, wurden 13 Palästinenser getötet und etwa 200 weitere verletzt, als das Feuer auf Menschen eröffnet wurde, die auf humanitäre Hilfe warteten. Im selben Gebiet starben 2 Palästinenser bei einem Artilleriebeschuss im Gebiet Bir an-Nadscha westlich des Flüchtlingslagers Dschabaliya.

Die Angriffe auf Zivilisten, die auf Hilfe warteten, setzten sich auch im Nordwesten von Gaza-Stadt fort; dort kamen 5 Menschen ums Leben. Im Gebiet al-Makusi starben 4 Menschen bei einem Drohnenangriff auf Zivilisten, zahlreiche weitere wurden verletzt.

Die israelische Armee verteilte Warnzettel an Tausende Menschen, die im Halawa-Lager im Gebiet Zarka südlich von Dschabaliya sowie in der angrenzenden Schule Schutz gesucht hatten, um die Evakuierung des Gebiets zu fordern.

In der Stadt Rafah starben 14 Palästinenser bei Angriffen in der Nähe eines Hilfsverteilungszentrums. Bei Artilleriebeschuss auf verschiedene Gebiete von Chan Yunis kamen 15 Menschen ums Leben, darunter Frauen und Kinder.

Der Palästinensische Roter Halbmond erklärte, dass Internet- und Festnetztelefonverbindungen aufgrund der gezielten Angriffe Israels auf die Kommunikationsinfrastruktur vollständig unterbrochen seien. Dies behindere die Koordination der Rettungskräfte und Notfalleinsätze erheblich. Der Rote Halbmond gab an, dass auch die Zusammenarbeit mit humanitären Hilfsorganisationen weitgehend erschwert sei.

Die militärischen Operationen, die Israel seit dem 7. Oktober 2023 in Gaza durchführt, dauern mit Unterstützung der USA an. Trotz der Forderungen des Internationalen Gerichtshofs, die Angriffe einzustellen, setzt Israel diese Entscheidungen nicht um. Infolge der Angriffe wurden mehr als 182.000 Palästinenser, die Mehrheit davon Frauen und Kinder, getötet oder verletzt. Zudem werden mehr als 11.000 Menschen vermisst, und Hunderttausende mussten ihre Häuser verlassen. Aufgrund von Hungersnot und Zerstörung sind auch zahlreiche Kinder ums Leben gekommen.