Israel: Kein Waffenstillstand in Gaza

Der Sprecher des israelischen Premierministers, Ofir Gendelman, erklärte, dass es zwischen Tel Aviv und Washington einige Meinungsverschiedenheiten gebe und man derzeit keinen Waffenstillstand in Gaza zulassen werde.

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Gendelman erklärte auf einer Pressekonferenz, die er über die Videokonferenzplattform Zoom abhielt, dass ein Waffenstillstand der Hamas die Möglichkeit geben würde, sich neu zu formieren und zu erholen, weshalb man dies nicht zulassen werde.

"EIN WAFFENSTILLSTAND KÖNNTE NACH DER VERNICHTUNG DER HAMAS MÖGLICH SEIN"

Gendelman merkte an, dass die USA zwar an der Seite Tel Avivs stünden, angesichts des Drucks, den Krieg gegen die Hamas zu beenden, es jedoch auch einige Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Ländern gebe. Er sagte: "Ja, es gibt Meinungsverschiedenheiten mit Washington bezüglich des Prozesses nach dem Krieg. Wir hoffen jedoch, dass wir in dieser Frage ein gemeinsames Verständnis erreichen können. Ein Waffenstillstand könnte nach der Vernichtung der Hamas möglich sein."

WAFFENSTILLSTAND IN DER UN-SICHERHEITSRECHTSKONFERENZ ANGENOMMEN

Nachdem die USA ihr Vetorecht genutzt hatten, um den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) funktionsunfähig zu machen, wurde der Resolutionsentwurf zur Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand in Gaza in der Generalversammlung zur Abstimmung gestellt. Er erhielt die Unterstützung von 153 der 193 Länder, während 10 Länder dagegen stimmten.

Der von Ägypten eingebrachte Resolutionsentwurf, dessen Mitunterzeichner etwa 100 Länder, darunter die Türkei, waren, wurde gestern Abend in der außerordentlichen Dringlichkeitssitzung der 193 Mitglieder umfassenden UN-Generalversammlung zur Palästina-Frage abgestimmt.

Der Resolutionsentwurf wurde mit der Unterstützung von 153 Ländern bei 23 Enthaltungen und 10 Gegenstimmen mit überwältigender Mehrheit angenommen. Zu den Ländern, die sich dagegen aussprachen, gehörten neben Israel und den USA auch Österreich, Tschechien, Guatemala, Liberia, Mikronesien, Nauru, Papua-Neuguinea und Paraguay.