Israel sperrt Luftraum im Norden für 24 Stunden: Steht ein Angriff auf den Libanon bevor?

Israel, das Luftangriffe auf den Libanon durchführt, hat den Luftraum im Norden für 24 Stunden zur Flugverbotszone erklärt.

AA

Es wurde bekannt gegeben, dass Israel den Luftraum im Norden für 24 Stunden gesperrt hat. Das gesperrte Gebiet war nach den Angriffen der israelischen Luftwaffe auf den Libanon zum Ziel von Hisbollah-Raketen geworden.

Die Spannungen in der Region halten an, nachdem Israel bei einem Angriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut gestern einen der hochrangigen Militärkommandanten der Hisbollah, Ibrahim Akil, getötet hat.

Wie der israelische Staatssender KAN berichtete, hat die israelische Armee aufgrund der aktuellen Spannungen beschlossen, den Luftraum von der westlichen Stadt Chadera bis in den Norden für 24 Stunden zu sperren.

Es wurde angemerkt, dass der Luftraum nur von denjenigen genutzt werden darf, die unter diesen Bedingungen eine Flugerlaubnis haben, jedoch wurden keine weiteren Details genannt.

Das israelische Armeeradio teilte mit, dass die Entscheidung getroffen wurde, um das Risiko zu verringern, dass das Luftverteidigungssystem israelische Flugzeuge versehentlich als feindlich identifiziert und bekämpft.

Bei den von Israel durchgeführten Luftangriffen wurden zivile Wohngebiete beschädigt

SIEBEN ANGRIFFE AUF DEN LIBANON IN SIEBEN TAGEN

Die Angriffe der israelischen Armee auf den Libanon haben in den letzten Tagen zugenommen. Israel hat in der letzten Woche sieben separate Luftangriffe auf den Libanon durchgeführt.

Bei dem israelischen Angriff auf Beirut gestern kamen neben dem hochrangigen Hisbollah-Militärkommandanten Ibrahim Akil auch 15 weitere Hisbollah-Mitglieder ums Leben, darunter Ahmed Mahmud Wehbi, einer der ehemaligen Kommandanten der „Radwan-Einheit“.

Der libanesische Gesundheitsminister Firas al-Abiad erklärte auf einer Pressekonferenz, dass die Zahl der bei dem Luftangriff getöteten Personen auf 31 gestiegen sei, darunter 3 Kinder und 7 Frauen, und dass 68 Personen verletzt wurden.

Al-Abiad teilte mit, dass die Gesamtzahl der Todesopfer durch die Explosionen von Pagern und Funkgeräten sowie die Angriffe von gestern auf 70 gestiegen sei.