Israel stoppt Einfahrt von Hilfskonvois in den Gazastreifen: Eine gemeinsame Entscheidung von Netanjahu und Trump?
Im Rahmen des am 19. Januar unterzeichneten Waffenstillstandsabkommens hatte Israel die Einfuhr humanitärer Hilfe in den Gazastreifen gestattet. Während die erste Phase des Waffenstillstands am 1. März endete, fanden keine Gespräche über eine zweite Phase statt. Hamas-Quellen zufolge hat Israel beschlossen, die Einfahrt von Hilfskonvois in den Gazastreifen zu blockieren, solange keine Einigung über die nächste Phase des Waffenstillstands erzielt wurde.
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Quellen aus dem Umfeld der Hamas berichten, dass die humanitäre Hilfe für den Gazastreifen infolge einer gemeinsamen Entscheidung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des US-Präsidenten Donald Trump eingestellt wurde. Seit dem 19. Januar hat Israel die Infrastruktur in den von ihm besetzten Gebieten des Gazastreifens unbrauchbar gemacht. Es gibt in der Region weder sauberes Wasser noch Nahrungsmittelquellen.
Sämtliche humanitäre Hilfe für den Gazastreifen, in dem etwa 2 Millionen Menschen leben, wurde unterbrochen. Berichten zufolge haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) damit begonnen, die Ein- und Ausfahrt von Lastwagen mit Hilfsgütern zu verhindern. Wie zu erfahren war, hat die IDF auf Anweisung Netanjahus die Grenzübergänge für den Verkehr geschlossen.
Der israelische Fernsehsender Kanal 14 berichtete, dass die Hilfslieferungen infolge eines Gesprächs zwischen Netanjahu und Trump gestoppt wurden. Dem Bericht zufolge hat die israelische Regierung damit begonnen, ihre militärische Präsenz rund um den Gazastreifen zu verstärken.
Laut einem Bericht des der Hamas nahestehenden Quds News Network bereitet sich Israel weiterhin auf Angriffe auf den Gazastreifen vor. In dem Bericht von Quds wurde zudem darauf hingewiesen, dass Israel militärische Verstärkungen in den Gazastreifen verlegt.
Israel kontrolliert sämtliche Ein- und Ausreisen in den Gazastreifen. Am Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen sollen Hilfskonvois gestoppt und zur Umkehr gezwungen worden sein.
DER WAFFENSTILLSTANDSPROZESS IM GAZASTREIFEN
Mit dem am 19. Januar zwischen der Hamas und Israel unterzeichneten Waffenstillstand wurde der seit dem 7. Oktober 2023 andauernde Krieg im Gazastreifen gestoppt. Im Rahmen der Vereinbarung beider Seiten wurde die Umsetzung eines dreiphasigen Waffenstillstandsplans angekündigt. In der ersten Phase des Waffenstillstands führten die Parteien einen gegenseitigen Geiselaustausch durch.
Im Zuge des Geiselaustauschs wurden 33 Israelis und mehr als 1900 Palästinenser freigelassen. Israel erklärte, dass sich noch mehr als 60 seiner Bürger in der Gewalt der Hamas befinden. Es wurde erwartet, dass die Hamas die Geiseln in der zweiten oder dritten Phase des Waffenstillstands, abhängig vom Verlauf der Verhandlungen, freilässt.
Die erste Phase des Waffenstillstands endete am 1. März mit dem Abschluss des Geiselaustauschs. Die Parteien wollten in Katar zusammenkommen, um über die zweite Phase zu verhandeln. Da die israelische Seite jedoch keine Delegation zu den für Mitte Februar geplanten Gesprächen entsandte und laut Angaben der Hamas die 'Kommunikation abbrach', wurden keine Details für die zweite Phase des Waffenstillstands festgelegt.