Israel stoppt nach Strom auch Treibstoff- und Warenlieferungen in den Gazastreifen
Nach dem gestrigen Angriff der Hamas unter dem Namen „Al-Aqsa-Flut“ hat Israel beschlossen, die Einfuhr von Treibstoff und Waren in den Gazastreifen zu stoppen.
AA
Die Zeitung Yediot Ahronot berichtet unter Berufung auf eine Erklärung aus dem Büro von Premierminister Benjamin Netanjahu, dass das israelische Sicherheitskabinett bei einem Treffen eine Reihe von Entscheidungen getroffen habe.
Es wurde erklärt, dass die getroffenen Entscheidungen darauf abzielten, die militärische Stärke der Hamas und des Islamischen Dschihad zu zerstören, damit diese über viele Jahre hinweg keine Bedrohung mehr für israelische Bürger darstellen und ihnen keinen Schaden mehr zufügen können. Im Rahmen der Entscheidung wurde die Einfuhr von Treibstoff und Waren in den Gazastreifen verboten. Der israelische Energieminister Israel Katz hatte zuvor bereits die Anweisung gegeben, die Stromversorgung des unter Blockade stehenden Gazastreifens zu unterbrechen.
WAS WAR GESCHEHEN?
Der militärische Flügel der Hamas, die Al-Qassam-Brigaden, hatte gestern Morgen den Beginn eines umfassenden Angriffs auf Israel unter dem Namen „Al-Aqsa-Flut“ bekannt gegeben.
Während Tausende von Raketen aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert wurden, drangen bewaffnete Gruppen in die Siedlungen in der Region ein.
Die israelische Armee kündigte daraufhin an, mit Dutzenden von Kampfflugzeugen Angriffe auf den Gazastreifen gestartet zu haben.
Das palästinensische Gesundheitsministerium teilte mit, dass bei den israelischen Angriffen auf den Gazastreifen 232 Menschen ihr Leben verloren hätten und 1697 Personen verletzt worden seien.
In der israelischen Presse wurde zudem gemeldet, dass bei den vom bewaffneten Flügel der Hamas initiierten Angriffen bisher 300 Israelis getötet wurden und die Zahl der Verletzten im ganzen Land auf 1590 gestiegen ist.