Israel unterstützte gegen die Türkei: Behauptung über Einigung zwischen Russland und Syrien zum Schutz von Militärbasen
Es wird behauptet, dass Russland mit der syrischen Übergangsregierung verhandelt, um den Fortbestand des Luftwaffenstützpunkts Hmeimim und des Marinestützpunkts Tartus in Syrien zu sichern. Die US-Presse bezeichnete die Wahrscheinlichkeit einer Einigung zwischen Syrien und Russland als 'hoch'. Die Behauptung kam auf, nachdem Berichte laut wurden, wonach Israel die USA aufgefordert habe, die russischen Stützpunkte zu schützen, um den Einfluss der Türkei in der Region zu schwächen.
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Die US-Presse berichtete, dass der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Shara, die Aufhebung der mit Russland geschlossenen Kreditverträge forderte sowie Entschädigungen für die durch den Krieg verursachten Zerstörungen verlangte. Russland bot im Gegenzug für den Schutz der Stützpunkte diplomatische und finanzielle Unterstützung an.
Russland betrachtete den Luftwaffenstützpunkt Hmeimim und den Marinestützpunkt Tartus in Syrien als einen kritischen Teil seines militärischen Zugangs im Nahen Osten und in Afrika. Während der Ära des Assad-Regimes wurden diese Stützpunkte zum Zentrum der russischen Militäroperationen in der Region. Doch mit dem Sturz des Baath-Regimes in Syrien bleibt die Zukunft der Stützpunkte ungewiss.
Laut einem Bericht von Reuters wollte die neue syrische Führung die Mietverträge für die Stützpunkte neu verhandeln. Ahmed al-Shara forderte Entschädigungen für Russlands Beitrag zur Zerstörung in Syrien und stellte die Bedingung, dass Moskau sich vollständig aus dem Land zurückzieht. Dem Bericht zufolge könnte der ehemalige Al-Kaida-Kämpfer al-Shara infolge der Gespräche akzeptieren, dass die Stützpunkte im Austausch für diplomatische Unterstützung und finanzielle Hilfe bestehen bleiben.
Bei den Gesprächen kam auch die Rückkehr Assads nach Syrien zur Sprache. Die russische Seite gab jedoch keinerlei Zusagen bezüglich einer Auslieferung Assads. Der stellvertretende russische Außenminister Michail Bogdanow, deutete an, dass die Hindernisse für einen Wiederaufbau der Beziehungen zur neuen Führung in Syrien überwunden werden könnten.
VERHANDLUNGEN ZWISCHEN SYRIEN UND RUSSLAND
Bei einem hochrangigen Treffen am 29. Januar in Damaskus forderte die syrische Seite von Russland den Erlass der Auslandsschulden, die auf schätzungsweise 20 bis 23 Milliarden Dollar beziffert werden. Zudem wurde die Rückgabe syrischer Gelder verlangt, die während der Assad-Regierung angeblich nach Moskau transferiert worden waren. Die russische Delegation bestritt die Existenz dieser Gelder.
In einem Bericht des Wall Street Journal (WSJ) wurde, mitgeteilt, dass eine Einigung zwischen Russland und der Regierung Schara 'sehr nahe' sei. Während sich im Nordosten Syriens US-Truppen, im Norden türkische Streitkräfte und im Süden israelische Einheiten befinden, wurde darauf hingewiesen, dass 'Russland entschlossen ist, seinen einzigen Marinestützpunkt im Mittelmeer zu schützen'. Der Stützpunkt Tartus sei für die Aufrechterhaltung der militärischen und diplomatischen Präsenz Russlands in der Region von entscheidender Bedeutung.
Es wurde geäußert, dass Russland der Regierung Schara im Gegenzug für den Schutz seiner Stützpunkte in Tartus und Hmeimim 'Kriegsentschädigungen' zahlen könnte. Quellen, die unter der Bedingung der Anonymität mit dem WSJ sprachen, teilten mit, dass die Einigung zwischen Russland und Syrien kurz vor dem Abschluss stehe. Eine offizielle Stellungnahme dazu, ob die USA Kontakt zur Regierung in Damaskus aufgenommen haben, um den Fortbestand der russischen Stützpunkte zu sichern, liegt nicht vor.
ISRAEL UNTERSTÜTZTE RUSSLAND GEGEN DIE TÜRKEI
Es wurde behauptet, dass israelische Beamte aufgrund ihrer Besorgnis über den wachsenden Einfluss der Türkei in Syrien mit Lobbyaktivitäten gegenüber den USA begonnen haben. In diesem Zusammenhang soll Israel die US-Behörden aufgefordert haben, verschiedene Schritte zu unternehmen, um den Einfluss der Türkei in der Region zu begrenzen.
Laut einem Bericht, der am 1. März in der Presse erschien, wurde festgestellt, dass Israel den Verbleib der russischen Militärstützpunkte im Land gefordert habe, um den Einfluss der Türkei in Syrien zu verringern. Israelische Beamte teilten ihren US-Gesprächspartnern mit, dass eine von der Türkei unterstützte neue syrische Regierung eine Bedrohung für die Sicherheit Israels darstellen könnte. In diesem Rahmen wurde behauptet, dass das Thema bei Treffen in Washington im Februar sowie bei Gesprächen mit Vertretern des US-Kongresses in Israel erörtert wurde.
Den Berichten der ausländischen Presse zufolge betrieb Israel Lobbyarbeit, damit Syrien schwach und ohne zentrale Autorität bleibt. In dem diesbezüglich erstellten Dokument, das als 'Weißbuch' bezeichnet wird, wurden die Auswirkungen der türkischen Präsenz in Syrien auf die Sicherheit Israels detailliert dargelegt. Die Informationen in diesem Dokument wurden hochrangigen US-Beamten vorgelegt.
FİDAN UND LAWROW TRAFEN SICH
Der russische Außenminister Sergei Lawrow, Außenminister Hakan Fidan erörterte bei seinem Treffen das Thema Syrien. Während das Gespräch zu keinem konkreten Ergebnis in der Syrien-Frage führte, setzten die russischen Behörden ihre Kontakte zur neuen Regierung in Syrien fort.
Der Bürgerkrieg in Syrien hat zum Tod von Hunderttausenden Menschen geführt und 13 Millionen Menschen vertrieben. Die UN-Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien gab bekannt, dass für den Wiederaufbau des Landes 400 Milliarden Dollar erforderlich seien.
Russland erklärte, zwar keine Verantwortung zu übernehmen, jedoch humanitäre Hilfe anbieten zu können. Im Dezember schlug der russische Präsident Wladimir Putin vor, die Stützpunkte als Verteilzentren für humanitäre Hilfe zu nutzen.