Israel verabschiedet Resolution zum sogenannten Armenier-Genozid

Das israelische Parlament hat einstimmig einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Anerkennung der armenischen Behauptungen bezüglich der osmanischen Ära als „Völkermord“ vorsieht.

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In einem historischen Präzedenzfall für Israel wurde der Begriff „Völkermord“ in Bezug auf die Deportation der Armenier während des Ersten Weltkriegs offiziell anerkannt. Der israelische Außenminister Gideon Sa'ar gab über soziale Medien bekannt, dass die entsprechende Entscheidung im Parlament einstimmig getroffen wurde.

In seiner Erklärung betonte Minister Sa'ar: „Es ist nie zu spät, das Richtige zu tun“, und fügte hinzu, dass Israel mit diesem Schritt nun zu den Ländern gehöre, die „ihre moralische Pflicht erfüllen“. Er dankte zudem Premierminister Benjamin Netanjahu und allen Kabinettsmitgliedern, die zu diesem Prozess beigetragen haben.

Mit dieser Entscheidung reiht sich Israel in die Liste der Länder ein, die die Deportation der Armenier während der Jahre des Ersten Weltkriegs durch die osmanische Verwaltung als „Völkermord“ einstufen.

Die Entscheidung Israels, die Vorwürfe eines Armenier-Genozids anzuerkennen, dürfte neue Debatten in den Beziehungen zu den Ländern der Region, insbesondere zur Türkei, nach sich ziehen.

Andererseits gibt es in der internationalen Öffentlichkeit Kommentare, wonach diese Anerkennung vor dem Hintergrund der „Völkermord“-Vorwürfe getroffen wurde, mit denen Israel aufgrund seiner Militäroperationen im Gazastreifen konfrontiert ist.

Insbesondere viele Länder wie Südafrika sowie Menschenrechtsorganisationen kritisieren die Regierung in Tel Aviv für schwere Verstöße gegen Zivilisten im Gazastreifen. Die israelische Regierung weist all diese Vorwürfe entschieden zurück.