Israel verübt Luftangriffe auf Damaskus und Daraa: Opferzahl auf 6 gestiegen

Bei israelischen Luftangriffen auf die syrische Hauptstadt Damaskus und die Stadt Daraa kamen 6 Menschen ums Leben, 28 weitere wurden verletzt.

İHA

Die Zahl der Todesopfer bei den israelischen Angriffen auf Syrien steigt. Das syrische Gesundheitsministerium teilte mit, dass bei den israelischen Angriffen 6 Menschen, darunter 5 Soldaten, getötet und 28 weitere verletzt wurden.

Israel hatte unter dem Vorwand der Konflikte zwischen drusischen Gruppen in der Stadt Suwaida im Süden Syriens und der syrischen Armee sowie der Sicherheit der drusischen Bevölkerung in der Region das Gebiet um den Präsidentenpalast in der Hauptstadt Damaskus, den Generalstab sowie die Stadt Daraa ins Visier genommen.

'ANGRIFFE WERDEN FORTGESETZT'

Israel kündigte zudem an, seine militärische Präsenz an der syrischen Grenze zu verstärken. In einer Erklärung des israelischen Armeesprechers hieß es, dass nach den Entwicklungen in Suwaida militärische Verstärkungen im Grenzgebiet vorgenommen würden. In der Erklärung wurde zudem festgehalten, dass die israelische Armee "im Rahmen ihrer operativen Ziele Lagebeurteilungen durchführt, um die notwendigen Verstärkungen an der Grenze festzulegen". Die israelische Armee betonte zudem, dass sie "sowohl Verteidigungs- als auch Angriffsoperationen fortsetzen werde".

In der Erklärung der israelischen Armee wurde zudem erwähnt, dass gegen Personen vorgegangen wurde, die versuchten, über die Golanhöhen auf syrisches Gebiet zu gelangen. Es wurde berichtet, dass im Gebiet Hader Personen identifiziert wurden, die versuchten, die Grenze von Syrien aus zu überqueren, und dass israelische Streitkräfte den Übergang dieser Personen verhinderten und eingriffen, um die Menschenmenge aufzulösen.

Die israelische Presse berichtete, dass sich nach den Ereignissen in Suwaida einige syrische Drusen in Richtung der Golan-Region bewegten. Zudem wurde angegeben, dass einige Personen aus dem von Israel besetzten Madschdal Schams in Richtung Syrien überquerten. Es hieß, israelische Soldaten bemühten sich, diese Übergänge zu stoppen und diejenigen, die die Grenze überschritten hatten, zurückzuholen. Es wurde mitgeteilt, dass die israelische Armee die aktuelle Lage genau beobachte und "für verschiedene Szenarien zur Verteidigung und zum Angriff bereitstehe".

SYRISCHES PRÄSIDIALAMT REAGIERT

Das syrische Präsidentschaftsbüro reagierte auf die Vorfälle. In einer Erklärung des Pressebüros des Präsidenten wurden die Ereignisse in einigen Gebieten von Suwaida als "kriminell und rechtswidrig" verurteilt. In der Erklärung hieß es: "Diese Handlungen stehen in völligem Widerspruch zu den Grundprinzipien des syrischen Staates. Die Verantwortlichen werden sich, ob auf individueller oder organisatorischer Ebene, vor Gericht verantworten müssen. Kein Verbrechen wird ungestraft bleiben."

Während betont wurde, dass der Schutz der Sicherheit und Stabilität des Staates oberste Priorität habe, wurde vermerkt, dass eine umfassende Untersuchung der Vorfälle im Gange sei und alle erforderlichen rechtlichen Schritte eingeleitet würden.