Israelische Armee bereitet großangelegte Einberufung von Reservisten vor

Angesichts wachsender Sicherheitsbedenken in Israel plant die Armee, rund 100.000 Reservisten in den aktiven Dienst zu berufen.

12punto

Während die militärischen Spannungen zwischen Israel und dem Iran anhalten, wurde bekannt gegeben, dass sich die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) darauf vorbereiten, hunderttausend Reservisten einzuberufen. Im Rahmen der Operation mit dem Namen „Brüllender Löwe“ erklärte die Armee, dass die operative Einsatzbereitschaft erhöht werde. Berichten zufolge befinden sich derzeit bereits mindestens 50.000 Reservisten im aktiven Dienst.

Es wurde mitgeteilt, dass die Operation „Brüllender Löwe“ in Abstimmung mit den USA durchgeführt wird und die militärischen Schritte gegen den Iran fortgesetzt werden. Israelische Behörden gaben an, dass die Einheiten, die an verschiedenen Fronten des Landes operieren, die Alarmbereitschaft angesichts möglicher Bedrohungen erhöht haben.

NEUE ANGRIFFSBOTSCHAFT VON NETANJAHU

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu kündigte in einer Videobotschaft an, dass die Luftangriffe gegen den Iran in den kommenden Tagen intensiviert werden. Netanjahu erklärte: „Ich habe den Befehl zur Fortsetzung der Operation gegeben… Unsere Streitkräfte treffen derzeit das Herz Teherans mit massiver Gewalt, und dies wird in den kommenden Tagen noch zunehmen.“ Zudem sprach er den Familien der bei den Angriffen des Iran getöteten Israelis sein Beileid aus.

Zuletzt kamen bei einem Raketenangriff am Sonntag in der Stadt Beit Schemesch mindestens neun Menschen ums Leben. Dieser Vorfall wurde als der Angriff mit der höchsten Opferzahl in Israel seit Beginn der Kämpfe registriert.

Nach den Luftangriffen wurde betont, dass Israels mehrschichtige Luftverteidigungssysteme angesichts solcher Angriffe nicht vollständig wirksam seien und in einigen Städten die Frühwarnsirenen nicht ausgelöst hätten. Die Behörden gaben an, eine Untersuchung darüber einzuleiten, warum die Sirenen vor dem Angriff in Beit Schemesch nicht ertönten.

Expertenmeinungen zufolge verfügen die vom Iran abgefeuerten ballistischen Raketen über die Kapazität, israelischen Städten erheblichen Schaden zuzufügen. Die Angriffe führen nicht nur zu Schäden an Gebäuden, sondern auch zu einem Anstieg der Todesopfer.