Israelische Armee räumt Folter in Gaza ein
Die israelische Armee hat offiziell bestätigt, dass ein in den sozialen Medien verbreitetes und auf große Empörung gestoßenes Foto, das die Folter eines palästinensischen Gefangenen zeigt, authentisch ist. Die Details des Fotos sowie die eingeleiteten Ermittlungen sorgen für hitzige Debatten.
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In einem Bericht des israelischen Armeeradios bestätigte ein namentlich nicht genannter Armeesprecher die Echtheit eines Fotos, das die Folter eines im Gazastreifen festgehaltenen Palästinensers dokumentiert. Während sich das Foto in den sozialen Medien rasch verbreitete und in der Öffentlichkeit für Entsetzen sorgte, gab der Sprecher folgende Erklärung ab:
"Die Armee bestätigt, dass die in den letzten 24 Stunden auf palästinensischen Social-Media-Konten veröffentlichten Bilder, auf denen eine Person aus Gaza mit verbundenen Augen und gefesselten Händen auf einem Bett fixiert ist und eine Eisenstange an ihrem Rücken befestigt wurde, echt sind und sich der Vorfall im Gazastreifen ereignet hat."
Der Beamte erklärte zudem, dass eine militärische Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet wurde und je nach Ergebnis der Ermittlungen die notwendigen Maßnahmen gegen die Verantwortlichen ergriffen werden.
DETAILS GEHEIM GEHALTEN
Auf dem verbreiteten Foto ist zu sehen, wie der palästinensische Gefangene mit verbundenen Augen und gefesselten Händen bäuchlings auf einem Bett fixiert ist, wobei eine Eisenstange an seinem Rücken befestigt wurde. Das israelische Armeeradio vermied es jedoch, Informationen darüber preiszugeben, in welchem Teil des Gazastreifens und zu welchem Zeitpunkt sich dieser Vorfall genau ereignet hat. Die Bilder haben die Sorgen über die harten Inhaftierungspraktiken der israelischen Sicherheitskräfte gegenüber Palästinensern erneut verschärft.
SYSTEMATISCHE FOLTER UND MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN IM FOKUS
Vorwürfe über unmenschliche Behandlung von inhaftierten Palästinensern werden in der internationalen Öffentlichkeit seit langem diskutiert. Internationale Menschenrechtsorganisationen und palästinensische Behörden betonen, dass Israel sowohl systematische Folter an Gefangenen als auch Einschränkungen beim Zugang zu medizinischer Versorgung praktiziere und Menschenrechtsverletzungen wie vorsätzliches Aushungern begehe.
Nach Angaben von Organisationen für die Rechte palästinensischer Gefangener befinden sich derzeit etwa 9.500 palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen, darunter Frauen, Kinder und Verwaltungshäftlinge.